Angst vor negativen Folgen für deutsche Wirtschaft nach Hanau

21.02.2020 - 11:36:47 | ad-hoc-news.de

Ökonomen warnen: Der Terroranschlag in Hanau könnte sich negativ auf die deutsche Wirtschaft auswirken.

Industrieanlage - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Industrieanlage - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Michael Hüther ist Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Er sieht auch das Handeln der AfD als belastend für die deutsche Wirtschaft. Denn der Erfolg der deutschen Gesellschaft beruhe ganz offensichtlich auf ihrer Offenheit, der nach Gründung des Staates entwickelten Demokratiefestigkeit und in dem verantwortlichen Handeln mit dem moralischen Totalbankrott, dem Holocaust. Das sagte Hüther gegenüber dem „Handelsblatt“. Rechtsextremistischer Terror führe zu einer Verschiebung unseres Wertesystems. Abschottung und Ausländerfeindlichkeit seien die Folgen. Hierbei handele es sich laut IW-Chef um eine schwere Belastung für Deutschland. Investoren und Fachkräfte könnten sich leicht in ihren Entscheidungen belastet fühlen und sich so weniger engagieren. Das Zeigen von demokratischer Einigkeit sowie Verantwortung sei daher nicht zuletzt auch aus diesem Grund enorm wichtig. Dieses Statement äußerte Hüther. Ähnlich bezogen auch Präsident des Münchner Ifo-Instituts Clemens Fuest sowie der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Marcel Fratzscher Stellung. Terroraktivitäten gegenüber Menschen mit ausländischer Herkunft sei nicht vereinbar mit den Grundwerten unseres demokratischen Rechtsstaats, so die Meinung Fuests. Unser Wohlstand, den wir heute in Deutschland haben, sei zu einem Großteil auf der Arbeit unserer Zuwanderer aufgebaut worden. Auch der künftige Wohlstand hänge in entscheidendem Maße davon ab, wie wir auch weiterhin die Einwanderung der Menschen nach Deutschland gestalten, wie wir sie hier arbeiten und Teil unserer Gesellschaft werden lassen. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit schade Deutschland daher nicht nur sozial und politisch, sondern auch wirtschaftlich. Das äußerte Marcel Fratzscher gegenüber der Zeitung „Handelsblatt“. Gleichzeitig hob der DIW-Chef hervor, Deutschland habe sich endgültig zu einer offenen Gesellschaft gewandelt. Menschen mit unterschiedlichster Herkunft, sexueller Orientierung oder Religion seien inzwischen ein fester und sehr positiver Bestandteil. Insbesondere die Rhein-Main-Region gehöre zu den diversesten und weltoffensten Regionen. Daher sei sie auch gleichzeitig die wirtschaftlich erfolgreichste Region in Deutschland und Europa.

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