NSO Group: Meta beantragt Contempt-of-Court wegen neuer Angriffe
08.06.2026 - 23:26:12 | boerse-global.de
Der Meta-Konzern beantragte daraufhin ein Contempt-of-Court-Verfahren wegen Missachtung einer bestehenden gerichtlichen Verfügung.
Die Angriffe zielten auf eine kleine Gruppe von weniger als zehn Personen in Jordanien und im Libanon. Nach Angaben von WhatsApp gibt es keine Hinweise darauf, dass die Angriffe erfolgreich waren oder Konten kompromittiert wurden.
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Neue Angriffsmuster entdeckt
Die Phishing-Versuche basierten auf manipulierten Links. Sie ähneln auffällig einer Kampagne aus dem Jahr 2024, die ebenfalls in Jordanien gemeldet worden war.
WhatsApp löschte mehrere Testkonten und Gruppen, die mutmaßlich von der NSO Group zur Vorbereitung erstellt wurden. Zur Warnung veröffentlichte Meta konkrete Bedrohungsindikatoren – darunter die bösartigen Domains ikhwancast[.]com, ghazacast[.]com und fr24cast[.]com.
Jahrelanger Rechtsstreit eskaliert
Der Konflikt zwischen Meta und der NSO Group begann 2019. Damals warf WhatsApp dem Unternehmen vor, seine Infrastruktur zum Hacken von rund 1.400 Nutzern missbraucht zu haben.
2025 erwirkte Meta eine dauerhafte Unterlassungsverfügung gegen die NSO Group. Das Gericht untersagte dem israelischen Unternehmen ausdrücklich weitere Angriffe auf WhatsApp-Nutzer oder den Dienst selbst.
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Zusätzlich wurde die NSO Group zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Ursprünglich standen 167 Millionen US-Dollar im Raum, das Gericht reduzierte die Summe jedoch auf vier Millionen US-Dollar.
Breite Unterstützung aus der Branche
Zwölf Bürgerrechtsorganisationen unterstützen Metas Position mit Amicus-Briefen. Die NSO Group, bekannt für ihre Spionagesoftware Pegasus, steht bereits auf der US-Blacklist.
Parallel zum Verfahren kündigte Meta die finanzielle Unterstützung der Spyware Accountability Initiative (SAI) an. Ziel ist es, die globale Rechenschaftspflicht von Überwachungsunternehmen zu stärken.
Die NSO Group äußerte sich bislang nicht zu den neuen Vorwürfen.
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