Next-11, Länderportrait

Next-11 Länderportrait: Mexiko (3)

Veröffentlicht am: 20.08.2007 um 20:44 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die „Next-11“ sind ein Konzept, das von dem Emerging-Markets-Experten Jim O´ Neill von Goldman Sachs entwickelt worden ist. Es handelt sich um elf Länder, die derzeit noch als exotische Anlageplätze gelten, aber in Kürze den Sprung nach vorn schaffen können. O´Neill hat bereits mit seinem „BRIC-Konzept“ (Brasilien, Russland, Indien, China) Furore gemacht, das den Anlegern in den vergangenen Jahren enorme Gewinne beschert hat. Im S-BOX N-11 Index der Börse Stuttgart befinden sich die acht interessantesten Länderindizes aus den Next-11. Die Deutsche Bank hat auf diesen Index ein Kapitalschutz-Zertifikat aufgelegt (WKN: DB3N11). Gerade jetzt - in unseren schwierigen Börsenzeiten - stellt es ein optimales Instrument dar, um völlig risikolos in hochinteressante Wachstumsmärkte zu investieren. Das Papier ist auch für konservative Investoren absolut geeignet. Zum Ende der Laufzeit am 16. Juli 2012 werden pro Zertifikat garantiert 100 Euro ausbezahlt. Die Partizipationsrate liegt bei 55 Prozent. EMFIS stellt in dieser Kolumnen-Reihe jeweils eines der acht aufstrebenden Länder vor, die im S-BOX N-11 enthalten sind. Teil III: Mexiko Mexiko ist die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas und mit hat mit rund 108 Millionen Einwohnern nach Brasilien die zweithöchste Bevölkerung in dieser Region. Das Pro-Kopf-Einkommen befindet sich bei rund 8000 Dollar. Etwa 69 Prozent der Wirtschaftsleistung werden im Dienstleistungssektor erzielt; 27 Prozent in der Industrie und 4 Prozent in der Landwirtschaft. Mexiko ist zugleich der fünftgrößte Erdöl-Produzent und der sechstgrößte Erdöl-Exporteur der Welt. Das wirtschaftliche Wachstum des Landes zuletzt etwas nachgelassen. Es befand sich im zweiten Quartal bei 2,8 Prozent, während noch im Jahr 2006 eine Wachstumsrate von 4,7 Prozent erreicht wurde. Der Hauptgrund dafür war vermutlich die vorübergehende konjunkturelle Eintrübung beim großen Nachbarn USA. Die unmittelbare Nähe zur größten Volkswirtschaft der Welt ist mittelfristig aber Mexikos großer Aktivposten. Immer mehr amerikanische Konzerne lagern Teile ihrer Produktion auf die andere Seite der Grenze aus, wo niedrige Steuern und Lohnkosten locken. Geschätzte 75 bis 80 Prozent der Ausfuhren Mexikos gegen in die Vereinigten Staaten. Die beiden Nationen sind seit 1994 durch das Freihandelsabkommen NAFTA miteinander verbunden. Mexiko befindet sich außerdem in der Wirtschaftsgemeinschaft OECD und ist dort das Land mit der niedrigsten Gesamtsteuerquote (10 Prozent). Die konservative Regierung Fox will zwar durch eine Steuerreform ihr Einkommensbasis verbreitern, hat dafür aber dringend notwendige Infrastruktur-Projekte für die armen Regionen des Landes in Aussicht gestellt. Vor allem dem dortigen Bausektor gestehen Analysten eine glänzende Zukunft zu. Mexiko im vergangenen Jahr zu dem gelungen, Auslandsschulden in Milliardenumfang vorzeitig zu tilgen. Die Außenhandelsbilanz ist seit Jahren deutlich positiv. Das Land profitiert dabei unter anderem von steigenden Preisen für Erdöl und Edelmetalle. Zudem nehmen die ausländischen Direktinvestitionen stetig zu und haben 2006 ein Niveau von 19 Milliarden Dollar erreicht. Der S-BOX N-11 Index enthält die Indizes von acht besonders aussichtsreichen Ländern aus der Gruppe der Next-11. Diese werden hauptsächlich anhand der Wachstumsprognosen des IWF ausgewählt und gewichtet. Derzeit sind folgende Länder enthalten: Vietnam (vorläufige Gewichtung: 17,51 Prozent), Pakistan (16,13 Prozent), Indonesien (13,83 Prozent), Ägypten (12,90 Prozent), die Philippinen (12,45 Prozent), die Türkei (11,52 Prozent), Mexiko (8,06 Prozent) und Südkorea (7,6 Prozent). Lesen sie zu diesem Thema auch: Next-11 Länderportrait: Ägypten (1) Next-11 Länderportrait: Indonesien (2) Pakistan – Vietnam – Türkei: Märkte ohne Risiko Gerhard Heinrich

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