Behörden, Osten

Mehr Behörden in den Osten: Schneider lobt Konzept

26.06.2024 - 06:10:51

Neue Bundesinstitutionen und Forschungseinrichtungen sollen vornehmlich in kleinen und mittleren StÀdten in den ostdeutschen LÀndern angesiedelt werden.

Bevorzugt werden die Kohleregionen. Das geht aus einem Konzept des Bundesinnenministeriums hervor, das das Bundeskabinett an diesem Mittwoch beschließen will. Es soll helfen, mindestens 5000 ArbeitsplĂ€tze in Bundesbehörden und Einrichtungen in Regionen zu schaffen, die vom Kohleausstieg betroffen sind.

"Wenn Bundes- und Forschungseinrichtungen vorrangig in strukturschwachen Regionen entstehen, trĂ€gt das nicht nur dazu bei, das strukturelle Ungleichgewicht zwischen Ost und West abzubauen", sagte der Ostbeauftragte Carsten Schneider der Deutschen Presse-Agentur. "Damit schaffen wir auch gute ArbeitsplĂ€tze mit tariflicher Bezahlung und machen so die Region fĂŒr RĂŒck- und Zuwanderung attraktiv." Schneider mahnte erneut, dass es dafĂŒr aber eine Kultur der Offenheit vor Ort brauche.

Das Ziel, mehr Bundesbehörden in Ostdeutschland anzusiedeln, hatte die Ampel schon in ihrem Koalitionsvertrag von 2021 festgehalten. Auch das Ziel von 5000 ArbeitsplĂ€tzen in Kohleregionen ist bekannt. Neu ist, dass in dem Konzept nun Kriterien und ein Verfahren zur Auswahl von Standorten stehen. Die Entscheidung liegt bei dem Ministerium, das fĂŒr die jeweilige Institution zustĂ€ndig ist. Eine Stelle im Innenministerium - genannt Clearingstelle - soll dabei beraten. Wenn einzelne Kriterien nicht beachtet werden, muss das begrĂŒndet werden.

Schneider nannte als Beispiele fĂŒr die Ansiedlung von Institutionen im Osten das Bundesamt fĂŒr AuswĂ€rtige Angelegenheiten in Brandenburg an der Havel, die Deutsche Stiftung fĂŒr Ehrenamt und Engagement in Neustrelitz oder die neue Forschungsagentur fĂŒr Transfer und Innovation (DATI) in Erfurt. Diese "stĂ€rken nicht nur die Region, sondern machen Bundespolitik auch jenseits von Berlin sichtbar", meinte der Ostbeauftragte.

@ dpa.de