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Netflix, Wachstum

Netflix: Wachstum oder Flaute?

05.02.2021 - 10:42:22

So mancher Anleger profitiert vom Lockdown. Wer Netflix-Aktien hält und zum richtigen Zeitpunkt eingestiegen ist, kann ordentliche Wertzuwächse verzeichnen. Der Streamingdienst boomt regelrecht und findet immer mehr Kunden. Doch nicht nur der staatlich verordnete Lockdown und die damit verbundene Zeit, die potenzielle Neukunden nun zuhause statt unterwegs verbringen, sorgen für attraktive Zuwächse der Aktie. Es spiele noch weitere Gründe eine Rolle. Netflix tut viel dafür, um neue Kunden zu gewinnen.

Ob Tablet, Smartphone oder Smart-TV: Netflix läuft auf vielen digitalen Geräten

 

Netflix in aller Munde und vor aller Augen

Wer bei Google als Suchwort „Netflix“ eingibt, bekommt eine Liste von rund 616 Millionen Einträgen. Der Streamingdienst ruft großes Interesse bei rund 100 Millionen Usern in 190 Ländern hervor. Überall gibt es spezielle Sites, die über den Netflix-Kosmos berichten, neue Serien vorstellen und Insider-Infos präsentieren. Es gibt hunderte Fragen, die sich User stellen, unter anderem gehören diese dazu:

  • Welche neuen Serien hat Netflix?
  • Welche Serie passt zu mir?
  • Welche Serien sind am beliebtesten?

Besonderes Interesse gilt den Antworten auf diese beiden Fragen, und zwar sowohl von Seiten der User wie auch von Seiten des Streaminganbieters

  • Wie kann ich meine Lieblings-Serie auch im Ausland gucken?
  • Wie kann ich ausländische Serien auch in Deutschland empfangen?

In Foren tauschen sich Netflix-Fans über die Möglichkeiten aus und geben sich gegenseitig Tipps. Es gibt eine große Community, die sich intensiv mit Fragen wie diesen beschäftigen. Die zielführende Antwort lautet dabei häufig: Mit einem Netflix-VPN, der den Geoblock aufhebt. Das ist gut für User, aber schlecht für Netflix.

User, die sich regelmäßig intensiv mit Netflix beschäftigen und dabei zum Beispiel auf Serien stoßen, die im Ausland sehr erfolgreich, im eigenen Land aber (noch) nicht zu sehen sind, wollen das Beste aus dem Netflix-Angebot herausholen. Und das hat gute Gründe. In den Vereinigten Staaten sind 100 Prozent des Programms verfügbar, in Deutschland haben User hingegen nur Zugriff auf 56 % des Gesamtkatalogs. Kein Wunder, dass sie nach Möglichkeiten suchen, die Geoblocks zu umgehen.

Netflix reagiert und sperrt VPN-Services aus

Damit Kunden von Netflix nur das anschauen können, was ihnen gemäß des bezahlten Abos offensteht, schiebt Netflix einen Riegel vor. Der Riegel besteht darin, dass (die meisten) VPN-Services ausgesperrt wurden. Netflix beschäftigt Spezialisten, die einzig zu diesem Zweck im Unternehmen angestellt sind, um entsprechende IP-Adressen von VPN-Anbietern aufzuspüren und auszuschließen. Diese Aktivitäten sind aus Sicht der Anleger selbstverständlich nötig, um größtmögliches Wachstum bei Netflix zu gewährleisten.

Der Streamingriese zeigt, dass ihm die Interessen der Anleger und der Kunden wichtig sind. Regelmäßig werden Eigenproduktionen und eingekaufte Serien-Hits und Filme aufgenommen und beworben. Netflix-Kunden erhalten ihren Interessen gemäß Empfehlungen und werden in vielen Fällen mit passenden Vorschlägen zufriedengestellt.

Viele Millionen treue Kunden sorgen für stabile und wachsende Kurse.

Content rund um Netflix boomt und wird oft geklickt

Die Klickzahlen zeigen wie interessiert User am Netflix-Programm sind. Artikel über Serien- und Filmstarts werden tausendfach gelesen und geteilt. Es kursieren Tipplisten und Hitlisten, Spoiler-Alarm-Foren und Fanseiten. Netflix ist nicht nur ein Streamingdienst, sondern es hat sich eine eigenständige digitale Welt rund um den Anbieter entwickelt. Auch Netflix Tipps und Tricks werden weitergegeben, die das Nutzererlebnis verbessern – ein Grund für die Usertreue, die die Aktie von Netflix stabil halten:

  • Selbst Titel vorschlagen
    Auf der Hilfeseite von Netflix findet sich der Unterpunkt Serie und Filme vorschlagen. Dort können User selbst drei Titel eintragen und bei Netflix einreichen. Sie werden informiert, falls einer der vorgeschlagenen Titel aufgenommen wird.
  • Eigenen Inhalt prüfen und bearbeiten
    Netflix erstellt Vorschläge anhand der Serien und Filme, die ein User streamt. Wenn ein User allerdings etwas angeklickt hat, was ihm nicht gefällt, werden die Vorschläge trotzdem auf dieser Basis getroffen. User können mithelfen, noch bessere Vorschläge zu bekommen, indem sie ihre Historie bereinigen. Alles, was ihnen nicht gefallen hat, können Sie löschen. Auf diese Weise werden die Empfehlungen noch genauer und Netflixen macht noch mehr Spaß.
  • Suche über Geheimcodes
    Nicht alle Titel werden angezeigt, es gibt bestimmte sehr spezifische Genres, die im Verborgenen warten. Dazu gehören zum Beispiel Leckerbissen wie „Psychothriller aus den 1980er Jahren“ oder „Anime Science-Fiction 1970“. Jedes spezifische Genre verfügt über einen eigenen mehrstelligen Code. Die Auflistung aller Codes zeigt zum Beispiel diese Seite. Um sich das Angebot anzeigen zu lassen, braucht es einen Internet Browser. Dort loggen sich User in ihr Account ein und ergänzen die URL durch den Suffix „browse/XXXX“, wobe XXXX der Platzhalter für den Code darstellt. Mit Enter wird die Eingabe bestätigt und es erscheint ein Auswahl der speziellen Filme und Serien des gewählten Genress.

Über 100 Millionen Kunden, Tendenz steigend, sind eine wichtige Säule des anhaltenden Erfolgs rund um Netflix. Immerhin hat der Streamingdienst inzwischen Walt Disney an der Börse überholt. Eine weitere wichtige Säule des Unternehmens stellt die offenbar unerschöpfliche Innovationskraft dar. Diese bezieht Netflix aus einer ganz eigenen Unternehmenskultur und ganz offenbar enorm kreativen Mitarbeitern.

Die besten der besten: Mitarbeiter bei Netflix

Die Unternehmensleitlinien von Netflix sind ungewöhnlich. In dieser Firma gibt es Vorgaben, die für jeden einzelnen Mitarbeiter gelten. Hier sind ein paar Beispiele.

  • Jeder soll seine eigene Meinung vertreten und darf nicht dem Chef nach dem Mund reden.
  • Jeder Mitarbeiter bestimmt selbst die Anzahl der Urlaubstage.
  • Netflix will keine selbstbezogenen Mitarbeiter, keine Blender oder Angeber.

Die drei genannten Regeln haben sich aus einer Erfahrung heraus entwickelt. In einer Firma des Co-CEO Reed Hastings gab es sehr viele Vorgaben, an die sich jeder halten musste. Beförderungen wurden für die ausgesprochen, die stets im Rahmen der Leitlinien agierten. Kreative Personen, die gerne über die Stränge schlugen, wurden aussortiert. Die Folge war, dass die Firmenprozesse zwar enorm effizient waren, dafür aber Kreativität, Flexibilität und Innovationskraft litten. Bei Netflix sollte das nicht passieren und es wurden komplett andere Leitlinien entwickelt, die eben jene Aspekte besonders befeuern sollen.

Talentierte Mitarbeiter sind Standard

Bei Netflix arbeiten Mitarbeiter mit hohem Talentquotienten. Die Firmen stellt ihr Team vergleichbar mit einer Spitzen-Fußballmannschaft zusammen und die Teamplayer erhalten dafür sehr hohe Gehälter. Dieses Prinzip findet sich auf jeder Ebene wieder. Netflix will weder Faulenzer noch Langweiler und sortiert gnadenlos diejenigen aus, die nicht ins Konzept passen. Führungsverantwortlichen müssen sich regelmäßig fragen: Was würde ich tun, wenn Mitarbeiter X von der Konkurrenz abgeworben werden würde? Würde ich ihn ziehen lassen oder nicht? Das Ergebnis: Unverzichtbare Mitarbeiter bleiben, alle anderen müssen gehen. Kein Wunder, dass es immer wieder Neues über Netflix zu berichten gibt und dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist. Das (Hör-) Buch keine „Keine Regeln“ von Reed Hastings und Erin Meyer gibt Einblicke hinter die Kulissen - eine Pflichtlektüre für Netflix-Anleger.

 

@ ad-hoc-news.de