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Motion Assist: Google bringt Anti-Reisekrankheit-Funktion zu Android

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 01:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Googles Motion Assist gleicht Displaydarstellung und Fahrzeugbewegung ab. Der Start erfolgt zunächst auf Pixel-Geräten wie dem Pixel 11 Pro.

Google bringt Motion Assist gegen Reisekrankheit auf Android
Ein Smartphone in einer Halterung im Innenraum eines fahrenden Autos mit verschwommener Landschaft im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt.

Die Nutzung mobiler Endgeräte in fahrenden Fahrzeugen führt bei vielen Anwendern zu körperlichem Unbehagen. Um diesem Phänomen der Reisekrankheit entgegenzuwirken, hat Google Anfang September 2026 die Einführung der neuen Funktion Motion Assist bekannt gegeben.

Das System soll die visuelle Wahrnehmung auf dem Display mit den physischen Bewegungen des Fahrzeugs synchronisieren und so die Nutzung von Smartphones während der Fahrt angenehmer gestalten.

Funktionsweise und technischer Hintergrund

Die neue Funktion Motion Assist zielt darauf ab, den sensorischen Konflikt zu lösen, der entsteht, wenn die Augen auf ein statisches Objekt wie ein Smartphone-Display fokussieren, während das Gleichgewichtsorgan des Körpers Bewegungen wahrnimmt. Google setzt hierbei auf eine softwareseitige Lösung, bei der visuelle Elemente auf den Bildschirm gelegt werden. Diese Elemente bewegen sich synchron zu den tatsächlichen Fahrzeugbewegungen.

Durch diese optischen Hinweise erhält das Gehirn zusätzliche Informationen über die Beschleunigung, das Abbremsen oder Kurvenfahrten, was die typischen Symptome der Reisekrankheit lindern soll. Die Funktion ist für kompatible Android-Geräte vorgesehen und integriert sich direkt in die Benutzeroberfläche des Betriebssystems.

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Verfügbarkeit und Rollout-Strategie

Die Verteilung von Motion Assist erfolgt im Rahmen des sogenannten Android Drops im September. Erste Berichte deuten jedoch darauf hin, dass der Rollout bereits Ende August 2026 im Zusammenhang mit der Einführung von Android 17 begonnen hat. Dabei scheint Google eine gestaffelte Veröffentlichungsstrategie zu verfolgen.

Zunächst wird die Funktion für die hauseigenen Pixel-Modelle bereitgestellt. Fachmedien beobachteten die Verfügbarkeit von Motion Assist bisher konkret auf dem Modell Pixel 11 Pro. Es ist davon auszugehen, dass weitere kompatible Android-Smartphones im Laufe der kommenden Wochen und Monate Zugriff auf die Neuerung erhalten werden.

Marktumfeld und alternative Ansätze

Google ist nicht der einzige Technologieanbieter, der sich dieser ergonomischen Herausforderung widmet. Auch Apple hat mit der Veröffentlichung von iOS 18 eine vergleichbare Funktion unter der Bezeichnung Fahrzeug-Bewegungshinweise implementiert. Diese lässt sich bei entsprechenden Geräten in den Systemeinstellungen unter dem Punkt Bedienungshilfen im Bereich Bewegung aktivieren.

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Für Nutzer älterer Android-Versionen oder Geräte, die Motion Assist noch nicht unterstützen, stehen zudem Lösungen von Drittanbietern zur Verfügung. Ein Beispiel hierfür ist die App KineStop, die kostenlos im App-Store angeboten wird und ähnliche visuelle Hilfsmittel zur Reduzierung der Reisekrankheit nutzt.

Gesundheitliche Einordnung und Prävention

Die Problematik der Reisekrankheit, in der Fachsprache auch Kinetose genannt, ist ein bekanntes Thema im Bereich der Nutzerergonomie. Neben technologischen Hilfsmitteln verweisen Gesundheitsexperten auf klassische Verhaltensweisen zur Linderung der Beschwerden. Die Techniker Krankenkasse empfiehlt in diesem Zusammenhang verschiedene Tipps, um die Belastung während der Fahrt zu minimieren.

Dazu gehören unter anderem regelmäßige Pausen, eine ausreichende Belüftung des Fahrzeugs und der bewusste Blick aus dem Fenster zum Horizont, um die visuelle Wahrnehmung mit der Bewegung in Einklang zu bringen. Die Integration von Motion Assist in das Android-Betriebssystem ergänzt diese Ansätze nun um eine digitale Komponente direkt auf dem Endgerät.

Mehr zum Thema bei Caschys Blog: „Android: Motion Assist soll Reisekrankheit beim Blick aufs Smartphone lindern“

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