Morgensport, Uhr

Morgensport 7–8 Uhr: Studie belegt Schutz vor Herzerkrankungen

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 21:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lohmann GmbH erhält als erster Betrieb 2026 die Gold-Zertifizierung für Gesundheitsmanagement. Studien belegen positive Effekte von Morgen- und Krafttraining.

Lohmann GmbH erhält Gold-Auszeichnung für betriebliche Gesundheit
Professionelle Büroumgebung mit Mitarbeitern, die gemeinsam leichte Dehnübungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung machen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Lohmann GmbH & Co. KG ist als erster Betrieb im Jahr 2026 mit der Auszeichnung „Gesundes Unternehmen“ in Gold geehrt worden. Verliehen wurde die Zertifizierung am 23. Juli durch die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland sowie den TÜV Rheinland. Gewürdigt wurden insbesondere die Arbeitsschutzmaßnahmen, die Mitarbeiterbeteiligung und die systematische Präventionsarbeit. Dr. Jörg Pohlman, CEO des Unternehmens, betonte die unternehmerische Verantwortung für die Gesundheit der Belegschaft.

Firmenlauf mit Rekordbeteiligung

Dass das Thema Bewegung in der Arbeitswelt ankommt, zeigt der Wenglor Firmenlauf in Friedrichshafen. Am 15. Juli gingen rund 9.700 Starter aus 400 Betrieben an den Start. Zu den teilnehmerstärksten Organisationen zählten Vetter Pharma mit über 1.000 Läufern, die ZF Group sowie Rolls-Royce Power Systems.

Krankenstand: Weniger Atemwegserkrankungen, mehr psychische Fälle

Die DAK-Gesundheit hat für das erste Halbjahr 2026 ein differenziertes Bild der Krankenstände in den Bundesländern vorgelegt. In Sachsen-Anhalt sank der Wert leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Thüringen verzeichnete einen minimalen Anstieg auf 6,1 Prozent.

Positiv: Atemwegserkrankungen gingen in beiden Bundesländern um mehr als 20 Prozent zurück. Negativ: Psychische Erkrankungen legten um jeweils 12 Prozent zu. Häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit blieben Muskel-Skelett-Erkrankungen. Die Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit ergonomischer und präventiver Maßnahmen am Arbeitsplatz.

Morgensport senkt Risiko für Herzkrankheiten

Doch wann ist der beste Zeitpunkt für Bewegung? Eine Studie des American College of Cardiology (ACC) mit 14.500 Fitbit-Nutzern liefert klare Ergebnisse: Training zwischen 7:00 und 8:00 Uhr morgens senkt das Risiko für Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes signifikant. Und zwar unabhängig von der gesamten Bewegungsmenge über den Tag hinweg.

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Noch besser wird es, wenn man den eigenen Chronotyp berücksichtigt. Eine Studie in der Fachzeitschrift Open Heart mit 134 Teilnehmern zeigt: Wer sein Training auf den biologischen Rhythmus abstimmt – egal ob Frühaufsteher oder Spättyp – erzielt deutlich bessere Ergebnisse bei Schlafqualität, Blutdruck und Blutzuckerwerten.

Chronoworking in der Praxis

Einige Betriebe setzen diese Erkenntnisse bereits um. Die Klinik Wartenberg in Bayern führte das Konzept des „Chronoworking“ ein. Auslöser war eine Mitarbeiterbefragung, die Schlafprobleme in der Belegschaft offenbarte. Klinik-Controller Norman Daßler initiierte das Projekt, um Arbeitszeiten besser mit der Biologie der Angestellten in Einklang zu bringen.

13 Minuten Bewegung schützen das Gehirn

Auch die Kontinuität der Bewegung spielt eine entscheidende Rolle. Eine Beobachtungsstudie der City University of Hong Kong mit über 66.000 Teilnehmern der UK-Biobank deutet darauf hin, dass längere, ununterbrochene Aktivitätsphasen das Demenzrisiko senken können. Bereits 13 Minuten kontinuierliche moderate Aktivität seien optimal für den Schutz der kognitiven Funktionen.

Für die Herzgesundheit von Frauen liefert eine Kohortenstudie (JACC 2026) mit über 117.000 Teilnehmerinnen wichtige Erkenntnisse: Die Kombination aus regelmäßigem Ausdauersport und zusätzlichem Krafttraining kann das Herzinfarktrisiko um fast die Hälfte senken. Besonders hervorgehoben wurde der additive Effekt von Krafttraining gegenüber rein aeroben Aktivitäten.

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Haus der Bewegung: 250.000 Euro für Prävention

In Leopoldshöhe investiert die Kommune in die Gesundheitsförderung. Am 22. Juli wurde ein Förderbescheid über 250.000 Euro für den Neubau eines „Hauses der Bewegung“ übergeben. Die Einrichtung soll künftig Räumlichkeiten für Gesundheitskurse, Yoga und Begegnungen bieten und damit die lokale Infrastruktur für Präventionsmaßnahmen stärken.

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