Moonwell-Hack: 8,7 Millionen Dollar durch Token-Manipulation gestohlen
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 16:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das De-Fi-Protokoll Moonwell ist am 27. August 2026 Ziel eines schwerwiegenden Sicherheitsvorfalls geworden. Durch eine gezielte Preismanipulation des MAMO-Tokens auf der Base-Blockchain entstand ein finanzieller Schaden in Höhe von etwa 8,7 Millionen US-Dollar. Branchenexperten ordnen den Vorfall als Teil einer Serie von Oracle-Problemen ein, die das Protokoll in den vergangenen Monaten belastet haben.
Ablauf des Angriffs und Sicherung der Mittel
Der Sicherheitsvorfall ereignete sich am 27. August 2026, wobei der Angreifer eine Schwachstelle in der Preisbildung des MAMO-Tokens ausnutzte. Im Zuge der Manipulation lieh sich der Akteur zunächst verschiedene Krypto-Assets, darunter cbBTC, USDC, wstETH sowie ETH. Diese Bestände wurden anschließend konsolidiert und in die Stablecoin DAI umgewandelt.
Nach Analysen des Sicherheitsunternehmens PeckShield beläuft sich die Summe der gestohlenen und umgewandelten Mittel auf exakt 8.728.318 DAI. Die Experten konnten die Transaktionen bis zu einer spezifischen Ethereum-Adresse mit der Kennung 0xD71d…C384 zurückverfolgen.
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Kursabsturz und extreme Volatilität bei MAMO und WELL
Die Nachricht von dem Vorfall löste am 27. August 2026 unmittelbare Marktreaktionen aus. Der MAMO-Token verzeichnete einen Kursrückgang von 9 Prozent, während der plattformeigene WELL-Token um 13 Prozent einbrach. Laut Handelsdaten fiel der MAMO-Kurs um 11,01 Prozent auf einen Wert von 0,00929 US-Dollar.
Besonders auffällig war die massive Handelsspanne des MAMO-Tokens am Tag des Angriffs. Während der Token im Tagestief bei 0,0101 US-Dollar notierte, erreichte er in der Spitze einen Wert von 0,4739 US-Dollar. Diese extremen Preisschwankungen gelten als charakteristisch für Manipulationsversuche bei Liquiditätspools oder Oracle-basierten Preisfeststellungen.
Sofortmaßnahmen der Plattform und historische Einordnung
Als unmittelbare Reaktion auf die Preismanipulation griff das Moonwell-Team am 27. August 2026 regulierend ein. Um weitere unautorisierte Kreditaufnahmen zu verhindern, wurden die Kreditobergrenzen, die sogenannten Borrow-Caps, für das betroffene Asset auf den Minimalwert von 1 wei gesetzt. Damit wurde die Kreditfunktion für diesen Bereich faktisch eingefroren.
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Dieser Vorfall stellt bereits den dritten signifikanten Sicherheitsbruch bei Moonwell im Jahr 2026 dar. Gleichzeitig ist es der zweite Vorfall, der auf einen Oracle-Fehler zurückzuführen ist. Die Plattform sah sich bereits in der Vergangenheit mit ähnlichen Problemen konfrontiert: Im November 2025 führte ein Vorfall mit dem wrsETH-Token zu einem Verlust von 3,7 Millionen US-Dollar.
Im Februar 2026 folgte ein Sicherheitsvorfall im Zusammenhang mit dem cbETH-Token, der einen Schaden von 1,78 Millionen US-Dollar verursachte. Die Häufung dieser Ereignisse unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Sicherung von Preisdatenfeeds innerhalb des Ökosystems.
