Mobile Röntgengeräte: ACE-Gaszugfedern erleichtern den Umgang mit 30 kg
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 09:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die ergonomische Handhabung schwerer Bauteile stellt in sensiblen Arbeitsbereichen wie der Medizintechnik eine stetige technische Herausforderung dar.
Mobile medizinische Apparaturen verlangen nach präzisen mechanischen Hilfen, um Arbeitsabläufe für das Bedienpersonal kräfteschonend zu gestalten. Eine technische Lösung dafür bieten Gaszugfedern des Typs GZ-28-450 von ACE, die in mobilen Röntgengeräten des Herstellers Wandong zum Einsatz kommen.
Die Komponenten federn erhebliche Lasten ab: Bei den Geräten bringt der Strahlarm ein Gewicht von 10 kg auf die Waage, während der Röntgenstrahler 30 kg wiegt. Bereits im Frühjahr 2020 lieferte ACE mehrere hundert Einheiten dieser Gaszugfedern des Typs GZ-28-450 für die mobilen Röntgensysteme von Wandong aus.
Flexible Kraftabstimmung bei industriellen Dauerbelastungen
Mechanische Komponenten zur Lastunterstützung finden sich neben mobilen Diagnosegeräten auch in industriellen Fertigungsumgebungen mit hohen Taktzahlen. Wie anpassungsfähig Federlösungen ausgelegt sein müssen, zeigt das Beispiel des Unternehmens KeyTec. Dort öffnen zwei ACE-Gasdruckfedern des Typs GS-28-200-EE-920N schwere Maschinenhauben mit einem Gewicht von circa 45 kg.
KeyTec fertigt in einem kontinuierlichen Dreischichtbetrieb jährlich circa 1 Mrd. Batteriedrahtstifte. Unter diesen Betriebsbedingungen erfolgt die Öffnung der Maschinenhauben im Arbeitsrhythmus alle 8 Stunden.
Um eine optimale Ergonomie und Bedienbarkeit sicherzustellen, wurde die Auslegung im laufenden Prozess nachjustiert: Bei KeyTec lag die Kraft anfänglich bei 920 N je Feder, bevor sie nach einer gezielten Anpassung auf 700 N reduziert wurde.
Wer einen 30 kg schweren Röntgenstrahler an einem mobilen Gerät führt, merkt jede falsch dimensionierte Feder — im Dreischichtbetrieb jeden Tag. Der kostenlose Auslegungsleitfaden zeigt Ihnen in drei Schritten, wie Sie Lasten, Hübe und Kräfte richtig abstimmen. Auslegungsleitfaden jetzt anfordern
Technische Kennwerte und Spezifikationen für anspruchsvolle Umgebungen
Für automatisierte oder elektromechanisch unterstützte Bewegungsabläufe stehen Systeme wie Industrial POWERISE® zur Verfügung. Diese Aktuatoren arbeiten mit einer Versorgungsspannung von 12 oder 24 V. Sie bieten einen Hub von 200 mm, eine Spindelsteigung von 8 mm/U sowie eine zusätzliche Kraft von 65 N je Aktuator.
In Arbeitsumgebungen mit besonderen Hygiene- oder Korrosionsanforderungen greifen Betreiber auf Edelstahlfedern zurück, die direkt ab Lager verfügbar sind. Diese Produktvarianten decken standardmäßig Kräfte von 10–5.000 N ab und erreichen im eingefahrenen Zustand Werte von bis zu 7.200 N, bei einem Hubspektrum von 20–700 mm.
Gefertigt werden sie aus den Legierungen V2A und V4A mit Durchmessern zwischen 15–40 mm, während für kompaktere Einbauräume kleine V4A-Modelle mit Durchmessern von 8–12 mm bereitstehen. Bei Bedarf an lebensmittelrechtlicher Unbedenklichkeit kommt eine Füllung mit speziellem Lebensmittelöl gemäß FDA 21 CFR 178.3570 zum Einsatz.
Hygiene- und Korrosionsanforderungen lassen im Klinik- und Reinraumumfeld keine Standardfeder zu. Der Leitfaden erklärt, welche Edelstahl-Varianten mit welchen Durchmessern und Kräften direkt ab Lager verfügbar sind — und wann eine lebensmittelrechtlich unbedenkliche Füllung nötig wird. Edelstahl-Federn: Auswahlleitfaden sichern
Breites Portfolio innerhalb der Stabilus-Gruppe
Die Bereitstellung solcher fein abgestimmten Feder- und Dämpfungselemente erfolgt im Verbund spezialisierter Industriepartner. ACE ist bereits seit 1992 am Markt aktiv und wurde im Jahr 2016 durch die Stabilus-Gruppe übernommen. Der Unternehmensverbund umfasst ein breit gefächertes Portfolio, das mittlerweile knapp 700.000 Varianten für unterschiedliche ergonomische und industrielle Einsatzbereiche zählt.

