Militär-Mutterschaft, Beitragsregeln

Militär-Mutterschaft: Neue Beitragsregeln für Soldatinnen ab August

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 12:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Verteidigungsministerium verschärft Beitragsfristen für Mutterschaftsleistungen und erhöht Renten für Militärangehörige um acht Prozent.

Vietnam: Neue Mutterschaftsregeln für Soldatinnen ab August 2026
Eine schwangere vietnamesische Militäroffizierin in Uniform, die ihre Hand auf ihren Bauch legt, in einem modernen Büro. Sie repräsentiert Mutterschaftsleistungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Verteidigungsministerium hat neue Richtlinien für Mutterschaftsleistungen weiblicher Militärangehöriger vorgeschlagen. Der Entwurf passt die finanzielle Absicherung während Schwangerschaft und nach der Geburt an die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen an.

Strengere Beitragsfristen für Militärpersonal

Laut Artikel 9 des Rundschreiben-Entwurfs sollen Soldatinnen künftig Mutterschaftsleistungen erhalten, wenn sie innerhalb von 24 Monaten vor der Geburt mindestens sechs Monate Beiträge gezahlt haben. Das unterscheidet sich von den allgemeinen Bestimmungen des Sozialversicherungsgesetzes 2024: Normale Arbeitnehmer brauchen nur sechs Monate Beitragsdauer innerhalb der letzten zwölf Monate.

Der Entwurf sieht zudem eine Einmalbeihilfe für Väter vor – sofern die Mutter nicht selbst anspruchsberechtigt ist. Der Vater muss dafür in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt mindestens sechs Monate lang Beiträge geleistet haben.

Konkrete Beispiele verdeutlichen die Auswirkungen: Kapitänin Ha Thi Quyen käme bei einer geplanten Geburt im Januar 2027 auf acht Beitragsmonate und erfüllte damit die Kriterien. Bei zivilen Arbeitnehmerinnen kann dagegen bereits ein einziger fehlender Monat – etwa durch die Auflösung einer Betriebseinheit – zum Verlust des Leistungsanspruchs führen.

Deutliche Rentenerhöhung ab Juli 2026

Parallel zu den neuen Mutterschaftsregelungen steigen die Bezüge für pensionierte oder ausgeschiedene Militärangehörige. Das Rundschreiben Nr. 103/2026/TT-BQP legt eine rückwirkende Erhöhung um acht Prozent zum 1. Juli 2026 fest – auch für Angehörige des Kryptografiepersonals.

Die neuen Leistungssätze sind nach Dienstjahren gestaffelt. Bei 15 bis 16 Dienstjahren gibt es rund 2,838 Millionen VND monatlich, bei 19 bis 20 Jahren steigt der Betrag auf etwa 3,353 Millionen VND. Das Rundschreiben tritt offiziell am 30. August 2026 in Kraft.

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Nationalversammlungs-Vorsitzender Tran Thanh Man bekräftigte zudem bei einem Besuch im Long Dat Center am 19. Juli 2026: Die Verordnung über Vorzugsbehandlungen für Personen mit besonderen Verdiensten wird derzeit überarbeitet. Ziel ist es, den Kreis der Begünstigten zu erweitern und die Zulagen für verwundete Soldaten und Angehörige von Opfern zu erhöhen – ihr Lebensstandard solle über dem Durchschnitt liegen.

Regionale Initiativen für höhere Geburtenrathe

Ergänzend zu den militärspezifischen Regelungen treibt Vietnam regionale Maßnahmen voran. In Ho-Chi-Minh-Stadt erhalten Frauen ab dem 1. Januar 2027 bei einer Geburt mindestens 2 Millionen VND Unterstützung. Für Frauen unter 35 Jahren, die ihr zweites Kind bekommen, gibt es zusätzlich 5 Millionen VND und eine Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs auf sieben Monate.

Das Gesundheitsministerium schlug zudem vor, Kommunen finanziell zu belohnen, in denen mehr als 60 Prozent der Frauen ein zweites Kind bekommen. Demografie-Professor Nguyen Dinh Cu betont jedoch: Wirtschaftliche Hilfen müssten mit verstärkter Kommunikation über Gleichstellung einhergehen, um Vorurteile abzubauen.

Internationale Vergleiche

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Während Vietnam die finanzielle Absicherung ausbaut, geht es anderswo um die zeitliche Ausweitung des Mutterschaftsschutzes. In der Schweiz wurde am 20. Juli 2026 eine Petition mit rund 111.000 Unterschriften übergeben. Die Unterzeichner fordern eine Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs von derzeit 14 Wochen auf sechs Monate.

In den USA kündigte Verteidigungsminister Pete Hegseth am selben Tag Maßnahmen zur Steigerung der militärischen Leistungsfähigkeit an: Bei Soldaten ab 30 Jahren soll künftig der Testosteronspiegel gemessen werden, um bei Bedarf Hormonbehandlungen anzubieten. Das Vorhaben stieß bei Abgeordneter Houlahan auf Kritik.

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