Mieten, Berlin

Mieten in Berlin: LWU-Neuverträge liegen mit 9,31 Euro weit unter dem Markt

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 15:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die landeseigenen Wohnungsunternehmen erweiterten 2025 ihren Bestand und erzielten einen gemeinsamen Überschuss von 298,9 Millionen Euro.
Moderne Fassade eines Berliner Wohnhauses in der Abendsonne. Illustration mit AI erstellt.

Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat den Jahresbericht 2025 zur Kooperationsvereinbarung mit den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften (LWU) vorgelegt. Aus der Bilanz, über die berlin.de in einem Bericht vom 27.10.2026 informierte, gehen deutliche Zuwächse beim kommunalen Wohnungsbestand sowie Mietwerte hervor, die spürbar unter dem allgemeinen Berliner Marktgeschehen liegen.

Bestandszuwachs durch Bauprojekte und Ankäufe

Wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften mitteilten, wuchs der kooperationsrelevante Wohnungsbestand im Jahr 2025 auf insgesamt 374.472 Einheiten an. Dieses Gesamtergebnis beruht auf einer Kombination aus Neubautätigkeiten und Portfolioerweiterungen durch Zukäufe.

Im Laufe des Jahres 2025 entstanden 3.303 Wohnungen durch Neubau. Parallel dazu verstärkten die LWU ihren Bestand durch den Ankauf von weiteren 4.609 Wohnungen.

Mietniveau unterhalb des Berliner Durchschnitts

Ein wesentlicher Teil des Berichts widmet sich der Mietpreisentwicklung in den landeseigenen Beständen. Im Jahr 2025 lagen die Durchschnittsmieten der LWU bei 7,09 Euro/m². Damit blieben sie unter dem regulären Berliner Mietspiegelwert, der sich auf 7,71 Euro/m² belief.

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Ein noch deutlicherer Abstand zeigte sich bei den Neuvermietungen. Die landeseigenen Wohnungsunternehmen schlossen Neuverträge im Jahr 2025 zu einer durchschnittlichen Miete von 9,31 Euro/m² ab. Laut dem IBB Wohnungsmarktbericht 2025 betrug die mittlere Angebotsmiete im gesamten Berliner Stadtgebiet hingegen 15,78 Euro/m².

Zur Absicherung von Mietern bei wirtschaftlichen Härten sieht das Regelwerk Absenkungsmechanismen vor; im Berichtsjahr 2025 machten 562 Bestandsmieter von der Möglichkeit Gebrauch und stellten einen entsprechenden Antrag auf Mietabsenkung.

Vergabe nach sozialen Schwerpunkten

Die Kooperationsvereinbarung legt feste Kriterien für die Wiedervermietung fest, um breite Bevölkerungsschichten mit Wohnraum zu versorgen. Insgesamt wurden im Jahr 2025 bei den landeseigenen Gesellschaften 12.789 Wohnungen wiedervermietet.

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Von diesen Wiedervermietungen gingen 63,6 Prozent an Haushalte mit Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein (WBS). Zudem wurden 26 Prozent der neu vergebenen Wohnungen gezielt an besondere Bedarfsgruppen vermittelt.

Solide Finanzlage der Wohnungsgesellschaften

Neben den wohnungs- und sozialpolitischen Kennzahlen dokumentiert der Jahresbericht auch die wirtschaftliche Verfassung der kommunalen Unternehmen im Jahr 2025. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote der LWU lag bei 24,7 Prozent. Gleichzeitig erwirtschafteten die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften im selben Zeitraum einen gemeinsamen Jahresüberschuss von 298,9 Mio. Euro.

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