Microsoft, Office

Microsoft überarbeitet Office und Windows 11 – Preise steigen deutlich

24.05.2026 - 19:06:36 | boerse-global.de

Microsoft kündigt flexible KI-Funktionen für Office an, während die Lizenzpreise zum Juli 2026 deutlich steigen. Unternehmen stehen vor neuen Kosten.

Microsoft überarbeitet Office und Windows 11 – Preise steigen deutlich - Foto: über boerse-global.de
Microsoft überarbeitet Office und Windows 11 – Preise steigen deutlich - Foto: über boerse-global.de

Während die Benutzeroberfläche flexibler wird, kündigen sich für Juli saftige Preiserhöhungen an. Für Unternehmen in Deutschland bedeutet das: mehr KI-Funktionen, aber auch höhere Kosten und neue Alternativen.

Copilot wird beweglicher – neue Tastenkürzel für KI

Am 23. Mai 2026 veröffentlichte Microsoft ein bedeutendes Update für seine Office-Suite. Der Copilot-Assistent lässt sich nun per Rechtsklick innerhalb des Menübands verschieben. Die Reaktion auf Nutzerfeedback: Der KI-Helfer soll weniger aufdringlich wirken und sich besser an individuelle Arbeitsabläufe anpassen.

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Zwei neue Tastenkombinationen beschleunigen den Zugriff auf die KI-Funktionen:
- Windows-Nutzer: Alt+C
- Mac-Nutzer: Cmd+Ctrl+I

Noch spannender: Die Integration von OpenAIs ChatGPT in PowerPoint befindet sich in der Beta-Phase. Erste Unternehmen berichten von beeindruckenden Effizienzgewinnen. Cactus Life Sciences verkürzte die Content-Erstellungszeit von 14 auf vier Tage – bei einer Fehlerreduktion von 36 Prozent.

Untermauert wird dieser Trend durch eine milliardenschwere Partnerschaft: Microsoft und EY haben eine Zusammenarbeit über rund eine Milliarde Euro für die nächsten fünf Jahre vereinbart.

Für Windows-11-Nutzer gibt es zudem eine willkommene Änderung: System-Updates lassen sich künftig bis zu 35 Tage zurückstellen. Admins gewinnen so mehr Zeit für Kompatibilitätstests mit firmeneigener Software.

Preisschock zum 1. Juli – neue Top-Lizenz für 92 Euro

Die komfortableren Funktionen haben ihren Preis. Zum 1. Juli 2026 greift eine umfassende Preisanpassung:

Lizenz Bisher Neu Steigerung
M365 Business Basic ca. 6 Euro ca. 7 Euro +16,67 %
M365 E3 ca. 33 Euro 39 Euro +18 %
Frontline k.A. k.A. +33 %
M365 E7 (NEU) 92 Euro

Die Einführung der E7-Lizenz richtet sich an Konzerne mit höchsten Sicherheits- und Compliance-Anforderungen. Parallel dazu werden bestimmte KI-Lizenzen gedeckelt – ein Signal, dass Microsoft das Premium-Segment weiter ausbaut.

Kein Wunder also, dass in Europa die Suche nach Alternativen Fahrt aufnimmt. Ein neues Projekt namens „Euro-Office“ – getragen von Ionos, Nextcloud und Proton – soll im Sommer 2026 starten. Das Ziel: eine datenschutzkonforme, europäische Alternative zu den US-Produktivitätssuiten.

Sicherheits-Uhr tickt – Exchange-Dienst wird eingestellt

Microsoft hat eine kritische Sicherheitslücke geschlossen: CVE-2026-23377 mit hohem Schweregrad. Die US-Behörde CISA setzt Unternehmen eine Frist bis zum 3. Juni 2026, um ihre Systeme zu patchen. Weitere Updates sind für August und Dezember angekündigt.

Parallel dazu kündigt sich ein Einschnitt in der E-Mail-Infrastruktur an: Zum 1. Oktober 2026 stellt Microsoft die Exchange Web Services (EWS) für Exchange Online ein. Der Umstieg auf die Graph-API wird damit zur Pflicht.

Die Open-Source-Community ist vorbereitet: Thunderbird 145 (November 2025) bringt bereits nativen Exchange-Support mit. Eine vollständige Graph-API-Integration ist in drei Phasen geplant, eine Überarbeitung der Kalenderoberfläche folgt im Sommer 2026.

Am 20. Mai 2026 verabschiedete das Bundeskabinett zudem das Digitale-Identitäten-Gesetz. Es ebnet den Weg für passwortlose Authentifizierung – weg von SMS-Logins, hin zu sichereren Passkeys.

Rückkehr ins Büro – und neue Arbeitsmodelle

Die technischen Neuerungen fallen in eine Zeit veränderter Arbeitskultur. Eine Umfrage unter 50 großen deutschen Unternehmen zeigt: 40 Prozent verlangen inzwischen mindestens drei Bürotage pro Woche – ein deutlicher Anstieg gegenüber 25,7 Prozent im Jahr 2023. Aktuell haben 62 Prozent der Großunternehmen konkrete Anwesenheitsregeln, nur sechs Prozent verzichten ganz darauf.

Die Stadt Stuttgart testet seit 2023 Desk-Sharing für ihre 16.500 Mitarbeiter. Das Modell soll den Büroflächenbedarf senken – 40 Prozent der Belegschaft arbeiten ohnehin in Teilzeit oder von zuhause. Die Umstellung erfolgt schrittweise, kurzfristige Kosteneinsparungen blieben bislang aus.

Open-Source-Konkurrenz rüstet auf

Während Microsoft die Preise anzieht, verbessern Alternativen ihr Angebot:
- OnlyOffice 9.4 (19. Mai 2026) hob die Beschränkung der Nutzerzahl auf
- LibreOffice 6.2.4 (22. Mai 2026) brachte Stabilitätsverbesserungen

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Zusammen mit dem bevorstehenden Start von „Euro-Office“ entsteht ein wachsendes Ökosystem für Unternehmen, die sich gegen die Microsoft-Preiserhöhung absichern wollen.

Was jetzt zu tun ist

Für IT-Administratoren zeichnen sich klare Prioritäten ab:
1. Bis 3. Juni: CISA-Patches für CVE-2026-23377 einspielen
2. Bis Oktober: Migration von EWS auf Graph-API abschließen
3. Bis Juli: Budgetplanung für die neuen Lizenzpreise

Die Kombination aus UI-Verbesserungen und Preiserhöhungen zeigt Microsofts Strategie: Die KI-Integration wird wertvoller, der Zugang zum Premium-Ökosystem teurer. Ob die europäischen Alternativen wirklich eine echte Wahl bieten, wird sich im Sommer 2026 entscheiden – wenn „Euro-Office“ an den Start geht.

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