Microsoft 365: Preiserhöhung um bis zu 16% ab Juli 2026
25.05.2026 - 11:30:55 | boerse-global.deDer Schritt ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung der mobilen Produktivsuite.
Sicherheitswende: Vom SMS-Code zum Passkey
Bereits am 21. Mai 2026 stellte Microsoft die SMS-basierten Anmeldungen für Privatnutzer ein. Künftig setzt der Konzern auf Passkeys als neuen Sicherheitsstandard. Nutzer müssen ihre Konten nun auf die passwortlose Authentifizierung umstellen – ein Trend, der sich in der gesamten Branche abzeichnet.
Die Änderungen kommen nur wenige Wochen vor einer geplanten Preisanpassung für Microsoft 365. Ab dem 1. Juli 2026 werden die Business Basic Tarife um 16 Prozent teurer, Business Standard schlägt mit 12 Prozent Plus zu Buche. Gleichzeitig führt Microsoft mit Microsoft 365 E7 ein neues Spitzen-Abo ein – für stolze 92 Euro pro Nutzer und Monat.
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Euro-Office: Die europäische Antwort auf Microsoft?
Während Microsoft seine Preise anzieht, formiert sich die Konkurrenz. Das Projekt „Euro-Office“ – eine Zusammenarbeit von Ionos, Nextcloud, Proton, XWiki und OpenProject – soll im Sommer 2026 an den Start gehen. Ziel ist eine DSGVO-konforme Alternative zu den etablierten Bürosuiten.
Auch andere Open-Source-Tools rüsten auf: OnlyOffice 9.4 hob am 19. Mai 2026 die 20-Nutzer-Grenze der Community Edition auf. LibreOffice 6.2.4 folgte am 22. Mai mit Fehlerkorrekturen.
Thunderbird im Wettlauf mit der Zeit
Der E-Mail-Client Thunderbird steht vor einer besonderen Herausforderung. Version 145 hatte im November 2025 native Exchange-Unterstützung über Exchange Web Services (EWS) eingeführt. Doch Microsoft plant, EWS für Exchange Online am 1. Oktober 2026 abzuschalten.
Thunderbird arbeitet nun fieberhaft an der Umstellung auf die Microsoft Graph API. Die ersten beiden Phasen sind abgeschlossen – die vollständige Synchronisation von Kalendern und Adressbüchern steht allerdings noch aus.
KI in deutschen Unternehmen: Große Pläne, kleine Fortschritte
Künstliche Intelligenz bleibt ein Thema mit Hindernissen. Eine aktuelle Umfrage von Zoi und Civey unter 500 IT-Direktoren deutscher Großunternehmen zeigt: 75 Prozent haben eine KI-Strategie, aber nur 33 Prozent messbare Ziele.
Besonders aufschlussreich: 76 Prozent der Firmen experimentieren mit KI-Agenten, doch lediglich 19 Prozent haben sie in Kernprozesse integriert. Die größten Hürden? Komplexe IT-Systeme, fehlendes Fachwissen und Schwierigkeiten bei der Anbindung an Altsysteme.
Trotz aller Probleme erwarten 79 Prozent der Entscheider, dass die Beschäftigungszahlen stabil bleiben oder sogar steigen.
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Weiterbildung: Termine für IT-Profis
Wer seine Kenntnisse auffrischen möchte, hat dazu in den kommenden Monaten Gelegenheit:
- Die IHK startete am 14. Mai 2026 Live-Online-Seminare zu MS-Excel, Word und PowerPoint
- iX bietet Workshops zu KI-gestützten Sicherheitsstrategien an – Start: 4. Juni, weitere Termine am 20. August und 11. November
- Frühbucher für den August-Termin können bis zum 23. Juli 2026 buchen
Fristen, die Unternehmen kennen müssen
Der Sommer 2026 bringt mehrere wichtige Deadlines mit sich:
- 31. Juli 2026: Abgabefrist für Steuererklärungen
- 2. August 2026: Neue EU-Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte tritt in Kraft (Artikel 50 des EU AI Acts). Verstöße können hohe Bußgelder nach sich ziehen – Nachrichtenredaktionen mit benannter redaktioneller Verantwortung sind ausgenommen.
Förderprogramm: Aus Gewerbe wird Wohnraum
Das Bundesbauministerium startet im Juli 2026 das Programm „Gewerbe zu Wohnen“. Es fördert die Umwandlung leerstehender Gewerbeimmobilien in Wohnraum mit bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit. Das Fördervolumen für 2026 beträgt 300 Millionen Euro. Voraussetzung: Die Objekte müssen bestimmte Energieeffizienzstandards erfüllen.
Digitale Identität: Kabinett beschließt neues Gesetz
Das Bundeskabinett verabschiedete am 20. Mai 2026 das Digitale-Identitäten-Gesetz. Es soll die Art und Weise modernisieren, wie Bürger mit digitalen Diensten interagieren. Ein wichtiger Schritt für die Verwaltungsdigitalisierung – auch wenn die konkrete Umsetzung noch dauern dürfte.
Digitaler Zwilling: KUKA treibt Simulation voran
Die KUKA-Gruppe erweitert über ihre Tochter Visual Components die Möglichkeiten digitaler Zwillinge. Im März 2026 erschien Visual Components 5.0. Der Markt für diese Technologie wächst rasant: von 13,6 Milliarden US-Dollar 2024 auf prognostizierte 18,9 Milliarden US-Dollar 2025.
Große Industriekunden wie Bosch Rexroth und Freudenberg Sealing Technologies nutzen die Simulationen bereits, um Produktionslinien vor der physischen Umsetzung zu optimieren.
Ausblick: Was bleibt?
Die zweite Jahreshälfte 2026 wird von neuen digitalen Standards und steigenden Softwarekosten geprägt sein. Die Microsoft-365-Preiserhöhung zum 1. Juli könnte vielen europäischen Organisationen einen Anstoß geben, das Euro-Office-Projekt als echte Alternative zu prüfen.
Windows-Nutzer sollten zudem den Outlook-Classic-Bug mit roten X-Markierungen auf Bildern im Auge behalten – eine Lösung wird für Ende Mai 2026 erwartet.
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