Meta-Urteil, Milliarden

Meta-Urteil: 25 Milliarden US-Dollar Strafe wegen Datenschutzversprechen

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 03:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Gericht ahndete Datenschutzverstöße und weitere Verbraucherschutzverletzungen; Meta kündigte am 21. Oktober Berufung an.
Ein leerer, feierlicher Gerichtssaal mit hölzernen Sitzbänken und Richterpult bei natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Am 21. Oktober 2026 hat Richter Francis Mathew in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico den Technologiekonzern Meta zu einer Strafzahlung in Höhe von rund 25 Milliarden US-Dollar verurteilt. Gegenstand des Verfahrens waren irreführende Zusicherungen des Unternehmens zum Datenschutz auf der Plattform Facebook.

Millionen Verstöße gegen das Verbraucherschutzgesetz

Die Jury des zuständigen Gerichts sah es als erwiesen an, dass Meta in mehr als 43 Millionen Fällen gegen das Verbraucherschutzgesetz von New Mexico verstoßen hat. Das Gesetz sieht für derartige Zuwiderhandlungen jeweils Strafen von bis zu 5.000 US-Dollar vor.

Daraus hätte sich rechnerisch ein Strafmaß von maximal 215 beziehungsweise 219,5 Milliarden US-Dollar ergeben können. Richter Mathew entschied jedoch, die tatsächliche Summe auf 25 Milliarden US-Dollar festzusetzen.

Ausgangspunkt der juristischen Auseinandersetzung war der Skandal um das Analyseunternehmen Cambridge Analytica, bei dem Daten von mindestens 50 Millionen und nach anderen Quellen von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern ohne deren vorherige Einwilligung erfasst worden waren.

Der Bundesstaat New Mexico hatte daraufhin im Jahr 2021 Klage eingereicht. Die aktuelle richterliche Entscheidung erstreckt sich neben dem Schutz der Privatsphäre auch auf frühere Darstellungen des Online-Netzwerks zu Themen wie Hassrede und der Verbreitung von Falschinformationen.

Finanzielle Dimension und angekündigte Rechtsmittel

Die verhängte Summe soll einem Bildungsfonds des Bundesstaates New Mexico zugutekommen. Finanziell entspricht der Betrag von rund 25 Milliarden US-Dollar weniger als der Hälfte des Gewinns, den Meta im Zeitraum von Januar bis September 2026 mit 52,481 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet hat.

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Die Rechtsvertretung des Digitalkonzerns vertrat vor Gericht die Auffassung, dass eine Buße von höchstens 3,45 Milliarden US-Dollar angemessen gewesen wäre. Unmittelbar nach der Verkündung am 21. Oktober 2026 teilte Meta mit, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Serie behördlicher Strafen gegen den Konzern

Für Meta markiert das Urteil einen weiteren Höhepunkt in einer Reihe regulatorischer Maßnahmen. Allein in New Mexico sah sich der Konzern bereits zuvor mit empfindlichen Sanktionen konfrontiert: Im März 2026 war eine Strafe von 375 Millionen US-Dollar fällig geworden, gefolgt von einer weiteren Buße über 567 Millionen US-Dollar im August 2026, die behördliche Bedenken beim Minderjährigenschutz betraf.

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Darüber hinaus hatten sich zuvor 48 beziehungsweise 52 US-Bundesstaaten im Juli beziehungsweise August 2026 im Rahmen von Vergleichen mit Meta auf Zahlungen in Höhe von rund 17 bis 18 Milliarden US-Dollar verständigt, die über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeleistet werden sollen.

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