Mayo Clinic: Direktorin klagt wegen Vergeltung nach KI-Kritik
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 17:56 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Traci Tamiko Eto wirft dem Gesundheitskonzern Vergeltung und Diskriminierung vor – ausgelöst durch ihre Kritik an KI-Projekten.
Datenmanipulation und Patientenschutz
Eto war seit Dezember 2023 als Direktorin für Forschungsoperationen tätig. In dieser Rolle überwachte sie unter anderem die KI-Compliance. Im Laufe des Jahres 2024 meldete sie erhebliche Probleme bei der Anonymisierung von Patientendaten und Forschungsüberprüfungen.
Besonders brisant: eine Studie zum digitalen Assistenten „MAYA“. Laut Klage stellte Eto eine Fehlerrate von 67 Prozent fest. Anschließend seien ungünstige Ergebnisse gelöscht und Daten manipuliert worden – um die Effektivität besser darzustellen. Nachdem sie im Februar 2025 einen internen Bericht vorgelegt hatte, schloss man sie von laufenden Projekten aus.
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Chronologie der Kündigung
Die Klage zeichnet einen detaillierten Zeitablauf nach. Am 23. April 2025 stellte das Unternehmen Eto unter einen Korrekturplan. Während ihres Urlaubs strich man ihre Position am 2. September 2025. Die Kündigung folgte am 1. Dezember 2025.
Neben Vergeltung für Compliance-Meldungen macht Eto auch Verstöße gegen das Gesetz für Familien- und Krankheitsurlaub (FMLA) geltend. Sie hatte sich bereits an die staatliche Behörde für Chancengleichheit gewandt und im April 2026 die Erlaubnis zur Klageerhebung erhalten.
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Forderungen und Unternehmensreaktion
Die Klägerin fordert Gehaltsnachzahlungen, Entschädigungen für künftige Verdienstausfälle sowie Strafschadensersatz. Sie strebt eine Entscheidung durch eine Jury an. Die Mayo Clinic lehnte eine Stellungnahme zu dem laufenden Verfahren ab.
Parallel dazu treibt das Unternehmen seine KI-Forschung voran. Am heutigen Donnerstag stellte es eine neue Initiative zur Früherkennung schwerer Erkrankungen vor – ebenfalls mit KI und Umweltdaten, um Diagnosen bei Herz-, Lungen- und Leberleiden zu verbessern.
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