M&A-Boom: 1.300 offene Stellen in München trotz schwacher Konjunktur
28.06.2026 - 20:17:53 | boerse-global.de
Vor allem München und die Schweiz sind Hotspots für Fachkräfte im Corporate Finance.
München lockt mit 1.300 offenen Stellen
Im Bereich Private Equity konzentriert sich die Nachfrage stark auf die bayerische Landeshauptstadt. Ende Juni waren dort über 1.300 Positionen unbesetzt. Gesucht werden sowohl erfahrene Investment-Manager als auch Analysten.
Zu den suchenden Unternehmen zählen AUCTUS Capital Partners mit über 450 Mehrheitsbeteiligungen sowie Beratungshäuser wie EY-Parthenon und AssetMetrix.
Schweizer Investoren treiben M&A-Geschäft
Auch in der Schweiz ist die Dynamik hoch. Institute wie Julius Bär, UBP und die Nordstein AG suchen Personal für Private Equity und Venture Capital.
Ein Beispiel für die aktuelle Bewegung: Der Schweizer Investor Pino Sergio will über die Allswiss AG den Batteriehersteller Varta retten. Er stellt die Übernahme von Schulden in Höhe von 300 Millionen Euro in Aussicht. Ziel ist die Massenproduktion von Natrium-Ionen-Batterien. Das könnte rund 2.000 neue Arbeitsplätze schaffen.
Wo viele neue Stellen entstehen, wächst auch der Bedarf an rechtssicheren Vertragsgrundlagen für Arbeitgeber und Führungskräfte. Dieser kostenlose Ratgeber liefert 19 sofort einsetzbare Muster-Formulierungen auf dem neuesten Stand des Nachweisgesetzes. Rechtssichere Arbeitsverträge jetzt kostenlos erstellen
Technologie verändert Treasury-Jobs
Im Treasury-Management treiben Software-Innovationen den Wandel voran. Der Anbieter Nomentia kündigt ein neues Release an. Es automatisiert Devisengeschäfte und Zinsswaps und verbessert das Cash Management.
Die Folge: Unternehmen brauchen Fachkräfte, die sowohl Finanzwissen als auch IT-Affinität mitbringen.
Ausländische Banken drängen auf den Markt
J.P. Morgan Chase ist im Mai mit attraktiven Konditionen für Sichteinlagen gestartet. Ziel: Anteile am privaten Geldvermögen der Deutschen gewinnen. Dieses wurde Ende 2025 auf über 9.500 Milliarden Euro geschätzt.
Industrieunternehmen in Stuttgart wie Trumpf und das Start-up Instagrid suchen ebenfalls Verstärkung für ihre Finanzabteilungen. Selbst studentische Nachwuchskräfte erhalten dort bis zu 22 Euro pro Stunde.
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Regulatorik treibt Personalbedarf
Corporate Compliance und ESG-Kriterien sind weitere Treiber für den Personalaufbau. REWE digital schreibt Positionen im Information Security Management aus. Die Schnittstelle zwischen Produktorganisation und Sicherheitsberatung soll gestärkt werden.
Eine Umfrage des Genoverbands unter 277 Bankvorständen zeigt die Herausforderungen: Die umfangreichen Dokumentationspflichten erschweren die Kreditvergabe. Viele Firmenkunden stoßen bei der Erhebung von Nachhaltigkeitsdaten an ihre Grenzen.
Die Entwicklung findet in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld statt. Energiepreise und geopolitische Spannungen belasten die Industrieproduktion und den Einzelhandel. Während die allgemeine Erwerbstätigkeit im April leicht rückläufig war, bleibt der Hunger nach spezialisierten Finanzkräften ungebrochen.
