Lünendonk-Studie, Cybersicherheit

Lünendonk-Studie: 92 Prozent priorisieren Cybersicherheit trotz Budgetdruck

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 10:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue Lünendonk-Studie: 92% priorisieren Cyber Security, 74% IT-Modernisierung. Data & AI wächst 2026 um 24,2%, IT-Dienstleister fokussieren digitale Souveränität.

Lünendonk-Studie: Cyber Security und IT-Modernisierung dominieren deutsche Unternehmensstrategien
Ein IT-Spezialist arbeitet in einem modernen, schwach beleuchteten Serverraum an einem Tablet. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die am 13. August 2026 veröffentlichten Ergebnisse der neuen Lünendonk-Studie verdeutlichen eine klare strategische Priorisierung in der deutschen Wirtschaft. Trotz eines anhaltenden wirtschaftlichen Drucks auf die Budgets investieren Unternehmen massiv in den Schutz ihrer digitalen Infrastruktur und die Erneuerung veralteter Systeme. Demnach messen 92 Prozent der befragten Organisationen dem Bereich Cyber Security die höchste Priorität bei. Dicht darauf folgt mit 74 Prozent die Modernisierung der IT-Landschaften, die als notwendige Grundlage für die weitere digitale Transformation angesehen wird.

Stabilität der IT-Budgets trotz wirtschaftlicher Herausforderungen

Obwohl viele Branchen mit steigenden Kosten und konjunkturellem Gegenwind kämpfen, bleibt die Bereitschaft zu technologischen Investitionen hoch. Die Studienautoren stellten fest, dass 55 Prozent der Unternehmen ihre IT-Budgets erhöhen. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da die Unternehmen gleichzeitig mit neuen Kostenfaktoren konfrontiert werden. Insbesondere steigende Ausgaben für Software-Lizenzen sowie Token-basierte Abrechnungsmodelle belasten die Finanzplanung der IT-Abteilungen zunehmend.

Die Notwendigkeit zur Modernisierung wird dabei oft als direkte Antwort auf den Budgetdruck verstanden. Effizientere Systeme sollen langfristig Kosten senken, erfordern jedoch zunächst erhebliche initiale Aufwendungen. Die Studie legt nahe, dass die Unternehmen hierbei einen Balanceakt vollziehen müssen, um sowohl die laufenden Betriebskosten zu decken als auch die notwendigen Mittel für Innovationen bereitzustellen.

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Data & AI als stärkster Wachstumstreiber im Markt

Ein besonders dynamisches Bild zeichnet die Studie für den Bereich Datenanalyse und Künstliche Intelligenz (KI). Für das Jahr 2026 prognostizieren die Marktforscher ein Umsatzplus von 24,2 Prozent für das Segment Data & AI. Dieser Wert unterstreicht die wachsende Bedeutung von datengetriebenen Geschäftsmodellen und der Automatisierung von Prozessen durch KI-Anwendungen.

Unternehmen versprechen sich von diesen Technologien nicht nur Produktivitätssteigerungen, sondern auch neue Möglichkeiten der Kundenansprache und Marktbearbeitung. Die hohe Wachstumsrate deutet darauf hin, dass die Investitionsbereitschaft hier über das Maß herkömmlicher IT-Projekte hinausgeht und als Kernbestandteil der künftigen Wettbewerbsfähigkeit betrachtet wird.

IT-Dienstleister setzen verstärkt auf digitale Souveränität

Parallel zum Investitionsverhalten der Anwenderunternehmen zeigt die Studie eine deutliche Positionierung aufseiten der Anbieter. 82 Prozent der IT-Dienstleister investieren gezielt in den Ausbau der digitalen Souveränität. Ziel ist es, Abhängigkeiten von einzelnen großen Technologieanbietern zu verringern und die Kontrolle über die eigenen Daten sowie die kritische Infrastruktur zu erhöhen.

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Dieser Fokus korrespondiert mit dem hohen Stellenwert der Cyber Security. Für die Dienstleister geht es darum, ihren Kunden Lösungen anzubieten, die sowohl den strengen regulatorischen Anforderungen in Europa entsprechen als auch technologisch auf Augenhöhe mit globalen Standards agieren. Die Studie macht deutlich, dass die Kombination aus Sicherheit, Modernisierung und technologischer Unabhängigkeit das zentrale Thema für die kommenden Monate bleiben wird.

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