Lkw-Kontrollen, BALM

Lkw-Kontrollen: BALM prüft 1.617 Fahrzeuge auf Sicherheit

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 16:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bei Juli-Kontrollen des BALM wurden Kabotage- und Ruhezeitverstöße sowie technische Defekte festgestellt; Sicherheitsleistungen summierten sich auf 150.248 Euro.

BALM kontrolliert 1.617 Lastwagen und erhebt 150.248 Euro
Leere Autobahn mit Fahrbahnmarkierungen an einem bewölkten Tag als Symbol für die Überwachung des Güterverkehrs. Illustration mit AI erstellt.

Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) hat im Rahmen seiner kontinuierlichen Aufsicht im gewerblichen Straßengüterverkehr eine großangelegte Kontrollserie abgeschlossen. Im Verlauf von fünf Einsatztagen im Juli 2026 konzentrierten sich die Beamten auf die Einhaltung zentraler Logistik- und Sicherheitsvorschriften. Die nun vorliegenden Zahlen unterstreichen die Intensität der behördlichen Überwachung auf deutschen Fernstraßen.

Umfangreiche Einsatzkräfte an über einhundert Kontrollpunkten

Die Kontrollmaßnahmen im Juli zeichneten sich durch eine hohe personelle Präsenz aus. Insgesamt waren 398 Beamte des BALM im Einsatz, die von 31 Experten des Technischen Prüfdienstes (TUK) unterstützt wurden. An insgesamt 109 verschiedenen Standorten bundesweit führten die Einsatzkräfte detaillierte Überprüfungen durch.

Im Fokus standen dabei insgesamt 1.617 Lastkraftwagen. Ziel dieser koordinierten Schwerpunktkontrollen ist es, die Sicherheit auf den Verkehrswegen zu erhöhen und gleichzeitig faire Wettbewerbsbedingungen im Transportsektor sicherzustellen. Die Kontrollen deckten dabei ein breites Spektrum ab, das von administrativen Genehmigungen bis hin zum mechanischen Zustand der Fahrzeuge reichte.

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Fokus auf Kabotage und Einhaltung von Ruhezeiten

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Überprüfungen lag auf der sogenannten Kabotage – also dem Erbringen von Transportdienstleistungen innerhalb Deutschlands durch Unternehmen, die ihren Sitz im Ausland haben.

Von den insgesamt untersuchten Fahrzeugen wurden 1.334 gezielt auf die Einhaltung dieser spezifischen Bestimmungen geprüft. Dabei stellten die Beamten 50 Beanstandungen im Zusammenhang mit der Kabotage fest, wobei die Gesamtzahl der Verstöße in diesem Bereich bei 72 lag.

Parallel dazu widmete das Bundesamt einen Teil seiner Kapazitäten der Überwachung der Sozialvorschriften. Insbesondere die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten ist ein kritischer Faktor für die Verkehrssicherheit.

Bei 474 kontrollierten Fällen identifizierten die Kontrolleure 31 Verstöße gegen die entsprechenden Ruhezeitregelungen. Diese Kontrollen dienen primär dem Schutz des Fahrpersonals vor Übermüdung und der Vermeidung damit verbundener Unfallrisiken.

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Technische Mängel und finanzielle Konsequenzen

Neben den administrativen und sozialen Aspekten prüfte der Technische Prüfdienst die Fahrzeuge auf ihre Verkehrstüchtigkeit. In diesem Segment wurden 123 Lastkraftwagen einer eingehenden technischen Untersuchung unterzogen. Die Bilanz zeigt hier eine merkliche Mängelquote: Bei 25 der kontrollierten Fahrzeuge stellten die TUK-Experten technische Defekte fest.

Die festgestellten Unregelmäßigkeiten und Rechtsverstöße hatten unmittelbare finanzielle Konsequenzen für die betroffenen Transportunternehmen und Fahrer. Das Bundesamt für Logistik und Mobilität erhob im Rahmen der Juli-Kontrollen Sicherheitsleistungen in einer Gesamthöhe von 150.248 Euro.

Diese Summe dient der Absicherung der zu erwartenden Bußgelder und unterstreicht den hohen Stellenwert der Einhaltung geltender Normen im Straßengüterverkehr. Die Ergebnisse der Kontrollserie verdeutlichen die Notwendigkeit einer regelmäßigen und flächendeckenden Überwachung, um die Standards in der Logistikbranche dauerhaft zu sichern.

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