Lkw-Kontrolle, Hälfte

Lkw-Kontrolle A3: Über die Hälfte fällt durch – 41.000 Euro Bußgelder

30.05.2026 - 20:30:35 | boerse-global.de

Polizei beanstandet über die Hälfte der kontrollierten Lastwagen auf der A3. 41.000 Euro Sicherheitsleistungen fällig.

Lkw-Kontrolle A3: Über die Hälfte fällt durch – 41.000 Euro Bußgelder - Foto: über boerse-global.de
Lkw-Kontrolle A3: Über die Hälfte fällt durch – 41.000 Euro Bußgelder - Foto: über boerse-global.de

Bei einer Großkontrolle auf der A3 bei Weiskirchen Nord haben Polizeibeamte am Donnerstag alarmierende Defizite aufgedeckt. Von 78 kontrollierten Lastwagen fielen mehr als die Hälfte durch – die Mängelliste ist lang.

Zwischen 8 und 16 Uhr überprüften die Beamten insgesamt 78 Lkw, acht Pkw und fünf Busse. Das Ergebnis: eine Beanstandungsquote von 52 Prozent. Besonders brisant: Die Kontrolleure stellten neun Fälle unzureichender Ladungssicherung fest. Hinzu kamen 59 Verstöße gegen Sozialvorschriften, 19 technische Mängel und drei Straftaten.

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Die Konsequenzen waren drastisch. Insgesamt 41.000 Euro Sicherheitsleistungen mussten die Fahrer hinterlegen. Neun Fahrzeugen wurde die Weiterfahrt bis zur Mängelbeseitigung untersagt. Besonders krasse Fälle: Ein niederländischer Autotransporter überschritt die zulässige Gesamtlänge, ein griechischer Sattelauflieger wurde wegen Verstößen gegen Lenkzeiten aus dem Verkehr gezogen.

Mehr Sicherheit auf Nordsee und Wattenmeer

Nicht nur auf der Straße, auch auf dem Wasser wächst der Druck. Ein Bündnis aus 14 Organisationen – darunter KIMO und die Wattenmeer-Anrainer – fordert mehr Sicherheit für die Schifffahrt. Die Initiative wurde am Donnerstag am Rande der 15. trilateralen Regierungskonferenz zum Schutz des Wattenmeers im dänischen Esbjerg vorgestellt.

Die Forderungen sind konkret: bessere Notfallvorsorge durch ausreichende Schlepper, harmonisierte Standards für die Ladungssicherung sowie strengere Brandschutzauflagen. Die Vorschläge sollen der künftigen niederländischen Präsidentschaft der trilateralen Wattenmeer-Kooperation übergeben werden.

Digitale Helfer gegen Sicherheitslücken

Die Branche reagiert mit Technologie. TX Logistik setzt seit Freitag auf eine neue Transportlösung für Übergrößen im regulären Schienengüterverkehr. Erster Einsatz: zwei Arbeitsbühnen von Rostock nach Verona. Das patentierte System von Van der Vlist erlaubt den Transport von Maschinen, die nicht in Standardcontainer passen – innerhalb des P400-Lichtraumprofils und für Breiten bis 2.990 Millimeter zugelassen.

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Auch die Digitalisierung der Dokumentation schreitet voran. Die COSYS Ident GmbH hat eine Foto-Dokumentationslösung vorgestellt, die Transparenz in Lagern und beim Transport schaffen soll. Die Software verknüpft per App Fotos der Ladung mit Auftragsdaten, nutzt Künstliche Intelligenz zur Überprüfung der Ladungssicherung und dokumentiert Schäden. Das System soll Unternehmen helfen, die Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) zu erfüllen, die am 12. August 2026 in Kraft tritt.

Neue Technik für mehr Nutzlast

Am Fahrzeugmarkt tut sich ebenfalls etwas. Der StarLine-Gülleanhänger von VM Tarm kommt im September nach Deutschland. Der Dreiachser mit 2 Millimeter starkem Edelstahltank bringt ein reduziertes Leergewicht mit – und ermöglicht so eine Nutzlast von bis zu 24 Kubikmetern.

Die ÖBB Rail Cargo Group investiert derweil in die Zukunft: 200 höhenverstellbare Autotransportwagen und 29 Vectron-Loks sind bestellt. Die neuen Einheiten erhalten länderspezifische Ausstattungspakete für die Schweiz, Belgien und die Niederlande. Die Strategie reicht bis 2035.

Auch kleinere Anbieter rüsten auf. Neue Autotransporter von Besttrailers und TÜV-zertifizierte Zurrgurte von UNITRAILER kamen Ende Mai auf den Markt. Der Druck aus den Kontrollen zeigt offenbar Wirkung – die Branche stellt sich neu auf.

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