Leipzig-Gohlis-Nord: 770 Wohnungen geplant, 30 Prozent gebunden
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 19:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In mehreren deutschen Städten nehmen neue Bauvorhaben Gestalt an. Wie aus aktuellen Berichten hervorgeht, wurden in München, Lünen und Leipzig konkrete Pläne und Baustarts für neue Wohnquartiere und Werkswohnungen bekannt gegeben. Die Projekte reichen von kommunalen Werkswohnungen und seriellen Reihenhäusern bis hin zur Konversion ehemaliger Kasernenflächen.
Werkswohnungen und Bauturbo in München
In München besichtigten Bundesbauministerin Verena Hubertz und Oberbürgermeister Dominik Krause das Bauturbo-Projekt „FlaucherQuartier“. Das Areal liegt zwischen der Hans-Preißinger-Straße und der Schäftlarnstraße nahe dem Kulturzentrum HP8, südlich der Isarphilharmonie.
Auf dem Gelände planen die Stadtwerke München (SWM) rund 210 Werkswohnungen für Beschäftigte der Daseinsvorsorge sowie eine Kindertageseinrichtung. Der vorgesehene Zeitplan sieht einen Abriss Ende 2028 vor, gefolgt vom Baubeginn ab 2029 und dem geplanten Einzug im Jahr 2031.
Die Stadtwerke München streben an, ihren Bestand bis 2040 auf 4000 Werkswohnungen auszubauen. Derzeit verfügt das kommunale Unternehmen über 1500 Einheiten, während die Warteliste 2000 Namen umfasst. Die Kaltmieten liegen einkommensabhängig zwischen 11 und 17 Euro pro Quadratmeter. Im ersten Halbjahr 2026 stimmte die Stadt München dem Bauturbo für insgesamt rund 2100 Wohnungen zu.
Die Ausweitung bleibt dringlich: Im Jahr 2025 wurden in der Landeshauptstadt 4348 Wohnungen fertiggestellt, während das offizielle Jahresziel 8500 Einheiten vorsieht. Stadtbaurätin Elisabeth Merk verwies in diesem Zusammenhang auf hohe Baukosten sowie eine zögerliche Kreditvergabe als zentrale Grundprobleme der Branche.
Während in Leipzig-Gohlis-Nord ein Bebauungsplanentwurf für rund 770 Wohneinheiten auf den Weg gebracht wird, bleiben hohe Baukosten und eine zögerliche Kreditvergabe die zentralen Bremsen der Branche. Wer trotzdem kalkulieren will, braucht belastbare Annahmen zu Bindungsquote, Förderung und Finanzierung. Kostenlosen Investoren-Leitfaden anfordern
Zusätzliche Impulse setzt der private Sektor: Das Unternehmen Eckpfeiler bringt in München rund 500 neue Wohnungen auf den Weg. Die UniCredit übernimmt dabei die Finanzierung des Baustarts für die Projekte „the greenery“ und „KIRSCHGÄRTEN“ mit einem Volumen von 150 Millionen Euro.
Serieller Bau in Lünen und Kasernenkonversion in Leipzig
Auch in Nordrhein-Westfalen und Sachsen schreiten Vorhaben voran. Im Stadtteil Horstmar in Lünen hat die Deutsche Reihenhaus AG den Vertrieb für das Quartier „Am Süggelbach“ begonnen. Auf einem rund 8000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen 33 seriell gefertigte Häuser.
Geplant sind 24 Einheiten des Modells „145 m² Familienglück“ ab 359.990 Euro inklusive Grundstück sowie neun Einheiten des Modells „120 m² Wohntraum“ ab 339.990 Euro inklusive Grundstück, jeweils provisionsfrei.
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Die Bauphase soll im ersten Halbjahr 2027 beginnen. Für den Bauträger ist dies das vierte Projekt vor Ort, nach den Vorhaben „Am Triftenteich“ mit 65 Häusern, „An der Lippeaue“ mit 30 Häusern und „Am Katzbach“ mit 16 Häusern.
In Leipzig wurde der Bebauungsplanentwurf Nr. 433 für ein Areal in Gohlis-Nord auf den Weg gebracht. Auf dem ehemaligen Kasernengelände östlich der Bremer Straße soll ein Wohnquartier für bis zu 1350 Menschen entstehen. Vorgesehen sind etwa 770 Wohneinheiten, von denen 30 Prozent mietpreis- und belegungsgebunden realisiert werden sollen.
