LBS Süd: Bauspardarlehen im Aufwind / Geschäftsentwicklung 2025
02.03.2026 - 15:45:00 | presseportal.deIm vergangenen Jahr konnte die LBS Landesbausparkasse Süd ihr Finanzierungsneugeschäft auf einem hohen Niveau weiter ausbauen. Insgesamt wurden Kredite mit einem Volumen von rund 3,2 Mrd. Euro bewilligt (Vorjahr: 3,1 Mrd. Euro). Mit knapp 1,8 Mrd. Euro entfiel mehr als die Hälfte davon auf Bauspardarlehen.
"Das Volumen der bewilligten Bauspardarlehen hat sich in den vergangenen drei Jahren annähernd verdreifacht. Diese Entwicklung belegt den Kernnutzen des Bausparens. Unsere Kundinnen und Kunden profitieren von fixen Darlehenszinsen, die deutlich unterhalb des erhöhten Zinsniveaus liegen", sagt Stefan Siebert, Vorstandsvorsitzender der LBS Süd.
Annähernd 1,5 Mrd. Euro der LBS-Bewilligungen waren Kredite für Vor- und Zwischenfinanzierungen sowie sonstige Baudarlehen. Der Kreditbestand betrug zum Jahresende 25,5 Mrd. Euro.
Normalisierung im Bausparneugeschäft
2025 schlossen die Menschen in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz rund 180.000 LBS-Verträge über eine Netto-Bausparsumme von 10,6 Mrd. Euro ab (Vorjahr: 13,9 Mrd. Euro).
"Nach den Rekordabsätzen in Folge der abrupten Zinswende hat sich der Bausparmarkt und mit ihm das LBS-Neugeschäft in den vergangenen zwei Jahren wieder normalisiert. Den Marktanteil in ihrem Geschäftsgebiet konnte die LBS Süd auch in einem insgesamt rückläufigen Markt mit 37,3 Prozent auf dem guten Niveau des Vorjahres (37,2 Prozent) halten", sagt Siebert. Der Bestand an Bauspareinlagen lag zum Ende des Jahres bei 32,1 Mrd. Euro.
Immobiliengeschäft zieht weiter an
Auf dem Immobilienmarkt setzt sich die 2024 begonnene Erholung fort. Das gesunkene Preisniveau und der stabilisierte Zinskorridor von drei bis vier Prozent tragen wesentlich zur Belebung des Marktgeschehens bei. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch im erneut erfolgreichen Geschäftsergebnis der LBS Immobilien GmbH Südwest wider.
Die Tochtergesellschaft der LBS Süd ist der größte Wohnimmobilienmakler im Geschäftsgebiet Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Sie vermittelte im vergangenen Jahr
3.318 Objekte (Vorjahr: 3.230) über ein Gesamtvolumen von gut einer Milliarde Euro (Vorjahr: 951 Mio. Euro). Mit rund 90 Prozent kommt der weit überwiegende Teil der vermittelten Häuser und Wohnungen aus dem Bestand. Hier schließt sich nach dem Eigentumserwerb oft noch eine energetische Sanierung oder Modernisierung an.
Im Geschäftsgebiet Bayern werden die gesamten Immobilienvermittlungen der Sparkassen-Finanzgruppe, also auch der LBS, über die Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-GmbH ab-gewickelt. Diese wird ihre Zahlen im April veröffentlichen.
Milliarden für den Wohnungsbau ausgezahlt
Die Dynamik auf dem Immobilienmarkt zeigt sich auch in den anhaltend hohen Kreditauszahlungen der LBS Süd. Diese beliefen sich auf 3,2 Mrd. Euro. Inklusive der Bausparguthaben stellte die LBS Süd ihren Kundinnen und Kunden im vergangenen Jahr rund 7,5 Mrd. Euro für den Eigenheimerwerb sowie Bau- und Modernisierungsvorhaben zur Verfügung.
Darüber hinaus hat die Vermittlerplattform Forum Direktfinanz, an der die LBS Süd beteiligt ist, im vergangenen Jahr insgesamt ein Kreditvolumen in Höhe von 2,5 Mrd. Euro (+ 36 %) vorrangig an die Sparkassen vermittelt und damit die Kompetenz der LBS als Dienstleister rund um die Immobilie gestärkt.
Verwendung der LBS-Kredite
Der häufigste Verwendungszweck für die Kredite der LBS Süd im vergangenen Jahr war mit rund 45 Prozent des bewilligten Darlehensvolumens die Entschuldung. An zweiter Stelle folgen mit gut 30 Prozent der Kauf einer Wohnung, eines Eigenheims oder eines Mehrfamilienhauses. Für Modernisierungen wurden mehr als 13 Prozent und für die Finanzierung von Neubauten nur rund 6 Prozent des Darlehensvolumens verwendet.
Dies verdeutlicht die anhaltende Zurückhaltung im Neubau und die Dynamik im Bestandsmarkt. Mit 143.000 Euro liegt die durchschnittliche Darlehenssumme pro Vertrag im Kauf und Neubau erwartbar klar über der für Modernisierungsmaßnahmen, wo sie knapp 27.000 Euro beträgt.
LBS Süd mit Ausbildungsrekord
Die Anzahl der Beschäftigten bei der LBS Süd ist im vergangenen Jahr um knapp fünf Prozent auf 1.615 angestiegen. Hinzu kommen 763 Beraterinnen und Berater im Außendienst, die mit der LBS zusammenarbeiten. Grund für das Wachstum waren vor allem die spezifischen Anforderungen im regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Bereich sowie die große Zahl an Ausbildungsplätzen.
Bei der Personalgewinnung setzt die LBS vorrangig auf die Ausbildung im eigenen Haus. Derzeit absolvieren 140 junge Menschen (Vorjahr: 111) in sechs Berufen und zwei Studiengängen ihre Ausbildung bei der LBS Süd. Allein im vergangenen Jahr starteten an den vier Standorten Stuttgart, München, Karlsruhe und Mainz insgesamt 69 neue Auszubildende, so viele wie noch nie. "Angesichts des anstehenden Generationswechsels in der LBS dürfen sich unsere Nachwuchskräfte über gute Perspektiven für ihren Berufsstart freuen", ist Stefan Siebert überzeugt.
Ein Jahr EZB-Aufsicht
Mit der Fusion von LBS Südwest und LBS Bayern zur LBS Süd war der Wechsel unter die direkte Beaufsichtigung der Europäischen Zentralbank (EZB) verbunden. Diese Veränderung wurde zum 1. Januar 2025 wirksam.
"Spannende erste 14 Monate unter der neuen Aufsicht liegen hinter uns. In dieser Zeit haben wir viel gelernt, Erfahrungen gesammelt und uns kennengelernt," so LBS-Chef Siebert. Die neuen regulatorischen Vorgaben und Prozesse sind anspruchsvoll, der Aufwand für die LBS Süd und die personelle Beanspruchung dementsprechend hoch. Das wird auch im laufenden Jahr so bleiben. "2026 werden wir den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und erwarten einen großen Schritt in Richtung Regelbetrieb bei der EZB-Beaufsichtigung", sagt Siebert.
Größte technische Fusion der Landesbausparkassen vollzogen
Die Zusammenführung der beiden Bausparbestände der Vorgängerinstitute LBS Südwest und LBS Bayern war der letzte große Baustein im Rahmen der Fusion. Damit ist die LBS Süd nun auch technisch gesehen ein gemeinsames Haus.
Insgesamt wurden die Daten von 2,6 Millionen Bausparerinnen und Bausparern mit
3,6 Millionen Verträgen zu einem gemeinsamen Gesamtbestand zusammengeführt. Die größte technische Fusion in der Geschichte der Landesbausparkassen ist reibungslos und ohne nennenswerte Nacharbeiten verlaufen. "Das ist nicht selbstverständlich. Wir haben hier auch von den Erfahrungen und dem Knowhow unseres Dienstleisters Finanz Informatik GmbH profitiert", betont Siebert.
Für alle Kundinnen und Kunden der LBS in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz bedeutet das noch mehr Service aus einer Hand durch den LBS-Außendienst und die Sparkassen vor Ort. Denn mit der technischen Fusion konnte auch eine Vielzahl an Anwendungen und Prozessen vereinheitlicht werden. "Das ist nicht nur gut für die Zusammenarbeit mit unserem Vertrieb, sondern macht uns vor allem auch noch besser und schneller bei der Bearbeitung der Wünsche und Anliegen unserer Bausparerinnen und Bausparer," erklärt der LBS-Chef.
Den abschließenden Schritt im Fusionsprozess zur LBS Süd bildet im laufenden Jahr die IT-Konsolidierung und Weiterentwicklung. Dabei spielt die KI eine zunehmend wichtige Rolle, sowohl in der Kundenbetreuung als auch in der Optimierung von internen Prozessen zum Beispiel im Dokumentenmanagement.
Betriebsergebnis legt zu
Das vorläufige Betriebsergebnis 2025 der LBS Süd liegt bei knapp 100 Mio. Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt (2024: 55 Mio. Euro). Das gute Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Zinsüberschuss aufgrund des aktuellen Zinsniveaus. Zugleich war das vergangene Jahr aber auch von Sonderbelastungen gezeichnet wie der technischen Fusion und dem EZB-Onboarding. "Der Zinsüberschuss bestätigt uns auf der Ertragsseite, dass sich das Geschäftsmodell Bausparen insgesamt wieder normalisiert", so Siebert.
Wohnen braucht verlässliche Unterstützung
Die aktuellen Problemstellungen am Wohnungsmarkt sind vielfältig. Erstens fehlen ausreichend Wohnungen gerade im wirtschaftsstarken Süden Deutschlands. Zweitens bedarf der Immobilienbestand in Deutschland, der aufgrund des fehlenden Neubaus immer wichtiger für die Wohnraumversorgung wird, zu einem großen Teil einer energetischen Modernisierung. Und drittens sind die Gesamtkosten für den Erwerb von Wohneigentum mittlerweile so hoch, dass die eigenen vier Wände für einen größer werdenden Teil der Bevölkerung außer Reichweite geraten.
Stefan Siebert: "Zwar steigen erstmals seit Jahren die Baugenehmigungen wieder leicht an, aber dies allein wird nicht reichen, um die Situation auf dem Wohnungsmarkt nachhaltig zu verbessern. Wichtig sind deshalb verlässliche staatliche Rahmenbedingungen, die den positiven Trend zu einer stabilen Aufwärtsentwicklung verstärken und verstetigen."
Ein erster richtiger Schritt war der Bau-Turbo der Bundesregierung. Folgen muss jetzt eine stabile Förderkulisse. "Darüber hinaus sollte über den Verzicht der Grunderwerbssteuer beim Ersterwerb nachgedacht werden. Damit könnten insbesondere jüngere Menschen und Familien wieder eine Perspektive für die eigenen vier Wände bekommen", sagt Siebert. Wichtig ist, dass nicht nur Einzelmaßnahmen, sondern ein stimmiges Gesamtpaket auf den Weg gebracht wird. Sonst werden Wohnungspreise und Mieten auch in diesem Jahr wieder überdurchschnittlich steigen.
Um den Sanierungsstau im Gebäudebestand aufzulösen, braucht es neben einer substanziellen Förderung auch passende Produkte und vor allem eine kompetente Beratung - zur Finanzierung, aber auch rund um energetische Themen. Welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge umzusetzen sind, entscheidet oft über den Erfolg einer Modernisierung.
Die LBS bietet deshalb einen Vermittlungsservice für Energieberatungen an. Über diesen können Kundinnen und Kunden den Kontakt zur Energie-, Förder- sowie Finanzierungsberatung herstellen und werden bis zur Umsetzung der jeweiligen Sanierungsmaßnahmen begleitet. "Wie groß der Bedarf ist, spüren wir ganz konkret an der steigenden Zahl an Kundinnen und Kunden, die diesen Service nutzen," erläutert Siebert.
Ausblick
Die LBS Süd steht bereit, in ihrem Geschäftsgebiet einen substanziellen Beitrag insbesondere bei der Finanzierung der anstehenden Wohnbauinvestitionen zu leisten. Stefan Siebert ist überzeugt: "Bausparen ist wie geschaffen, um auch bei schwierigen Rahmenbedingungen Sicherheit und Planbarkeit in jede Finanzierung zu bringen."
Die hohe Nachfrage nach Bauspardarlehen zeigt: Wer vor zehn Jahren trotz Niedrigzinsphase auf den Bausparvertrag gesetzt hat, profitiert jetzt bei seiner Finanzierung von dessen günstigen Zinsen. Entscheidend dafür ist aber das Festhalten an den eigenen langfristigen Zielen. "Zum Immobilienerwerb gehört ausreichend Eigenkapital, das ich mir über die mehrjährige Ansparzeit beim Bausparen erwerbe", sagt Stefan Siebert.
Pressekontakt:
Kathrin Hartwig
Unternehmenssprecherin
Telefon: +49 711 183-2377
kathrin.hartwig@lbs-sued.de
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Pressesprecher
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tilman.sanner@lbs-sued.de
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Pressesprecher
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