Ministerium: Sabotage bei Bahn-Panne ausgeschlossen
24.06.2026 - 13:43:22 | dts-nachrichtenagentur.deWie es genau zu der Störung gekommen sei, müsse die Bahn nun analysieren. Im Fokus stünden dabei insbesondere die betrieblichen Abläufe sowie Fragen der Redundanz und Resilienz. Sämtliche betrieblichen Notfallprozesse hätten aber gegriffen, die Ursachenanalyse sei unmittelbar eingeleitet worden. Zudem habe ein Backup-System die Aufgaben übernommen, sodass der Bahnbetrieb schrittweise wieder habe aufgenommen werden können.
Im Hinblick auf die Resilienz der Bahninfrastruktur sagte die Sprecherin, dies sei genau das Thema, das der Minister auf die politische Agenda gesetzt habe. Die Digitalisierung der Schiene müsse weiter vorangetrieben werden. Das derzeitige GSM-R-System solle künftig durch den neuen Funkstandard FRMCS auf 5G-Basis ersetzt werden. Dieser werde sowohl auf Infrastruktur- als auch auf Fahrzeugseite eingeführt. Die Finanzierung hierfür erfolge über die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn. Insgesamt stelle der Bund bis 2029 rund zehn Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schiene bereit. Ziel sei es, das sogenannte "Future Railway Mobile Communication System" als Teil des "European Rail Traffic Management Systems" einzuführen und damit den bisherigen GSM-R-Zugfunk auf 2G-Basis abzulösen.
Auf Nachfrage, ob der Minister künftig stärker steuernd bei der Bahn eingreifen werde, sagte die Sprecherin: "Der Minister steht mit Frau Palla in einem sehr engen und kontinuierlichen Austausch und verfolgt die aktuelle Entwicklung sehr aufmerksam."
