LARS-System, Fraunhofer

LARS-System: Fraunhofer optimiert Greifwege in Lagerhallen

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 19:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neues Laser-Leitsystem LARS des Fraunhofer IML reduziert Suchzeiten in Lagern und überzeugt im Praxistest bei Rhenus Logistics.

Fraunhofer IML präsentiert LARS: Laserprojektion für effizientere Lagerarbeit
Laserbasierte Lichtprojektion auf einem Lagerhallenboden zur visuellen Navigation von Mitarbeitenden in der Intralogistik. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hat am 4. August 2026 einen Fachbericht zur Effizienzsteigerung in der Intralogistik veröffentlicht. Im Fokus steht das System LARS (Laser-AR-Safe), eine laserbasierte Projektionstechnologie, die Mitarbeitende in Lagerhallen mittels Echtzeit-Lichtspuren navigiert. Die Innovation zielt darauf ab, Suchzeiten zu minimieren und Greifwege ergonomisch zu optimieren.

Die Anforderungen an moderne Logistikzentren steigen stetig, insbesondere im Hinblick auf die Geschwindigkeit und Fehlerquote bei der Materialbereitstellung. Das Fraunhofer IML adressiert diese Herausforderungen mit der Entwicklung von LARS. Das System fungiert als visuelles Leitsystem, das Informationen direkt in die Arbeitsumgebung projiziert, ohne dass Mitarbeitende auf Handheld-Geräte oder Datenbrillen angewiesen sind. Durch die Projektion einer Lichtspur auf den Hallenboden oder die Regalsysteme werden die Beschäftigten auf dem effizientesten Weg zu ihrem Ziel geführt.

Technische Spezifikationen und Skalierbarkeit

Die technische Leistungsfähigkeit des Systems wurde im Rahmen der Veröffentlichung detailliert dargelegt. Laut den Spezifikationen des Fraunhofer IML zeichnet sich LARS durch eine hohe Flächenabdeckung bei vergleichsweise geringem Hardware-Einsatz aus. So seien lediglich fünf Laser erforderlich, um eine Hallenbreite von 30 Metern und bis zu zwölf Fahrbahnen vollständig abzudecken.

Für den Einsatz in großflächigen Logistikkomplexen ist das System modular aufgebaut. Den Angaben zufolge können pro Lagerhalle bis zu 200 Projektoren miteinander vernetzt werden, um eine lückenlose Navigation über komplexe Wegestrukturen hinweg zu gewährleisten. Die Steuerung der Lichtsignale erfolgt in Echtzeit, was eine dynamische Anpassung an veränderte Prioritäten im Lagerbetrieb ermöglicht. Das System wurde am 3. August 2026 explizit als Lösung zur Steigerung der operativen Effizienz eingeordnet.

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Erfolgreicher Praxistest bei Rhenus Logistics

Die Praxistauglichkeit von LARS wurde bereits unter Realbedingungen erprobt. Wie das Fraunhofer IML am 4. August 2026 mitteilte, konnte ein entsprechender Testlauf beim Logistikdienstleister Rhenus Logistics erfolgreich abgeschlossen werden. In diesem Szenario wurde untersucht, wie sich die laserbasierte Führung auf die Prozessgeschwindigkeit und die Fehleranfälligkeit in der Kommissionierung auswirkt.

Der Einsatz der Technologie bei Rhenus Logistics belege demnach, dass die intuitive Wegführung durch Lichtsignale die Einarbeitungszeit für neues Personal verkürzen und die Konzentration auf die eigentliche Pick-Tätigkeit erhöhen könne. Da die Informationen direkt im Sichtfeld der Mitarbeitenden erscheinen, entfällt der ständige Wechsel zwischen der physischen Aufgabe und dem Blick auf ein Display, was zudem die ergonomische Belastung während der Schicht reduziert.

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Fokus auf Ergonomie und Arbeitssicherheit

Ein wesentlicher Aspekt des LARS-Systems ist die Verbindung von Prozessoptimierung und Arbeitsschutz. Der Name Laser-AR-Safe deutet bereits auf die integrierten Sicherheitsmechanismen hin. In der Intralogistik, wo Mensch und Maschine oft auf engem Raum zusammenarbeiten, stellt die klare visuelle Trennung von Fahrwegen und Arbeitsbereichen einen Sicherheitsgewinn dar.

Durch die Optimierung der Greifwege trägt das System dazu bei, unnötige Laufwege zu vermeiden. In der Branche wird erwartet, dass solche Assistenzsysteme einen entscheidenden Beitrag leisten, um die körperliche Belastung in der Materialbereitstellung dauerhaft zu senken. Das Fraunhofer IML sieht in der laserbasierten Projektion eine zukunftsorientierte Alternative zu herkömmlichen Pick-by-Light- oder Augmented-Reality-Lösungen, da sie wartungsarm ist und keine zusätzliche Ausrüstung am Körper der Mitarbeitenden erfordert.

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