Landwirtschaftliche Unfälle: SVLFG meldet rund 31.000 Fälle und wöchentliche Todesopfer
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regensburg-Schwandorf und die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) haben einen gemeinsamen Schulungstag zur Unfallverhütung auf landwirtschaftlichen Betrieben für den Berufsnachwuchs ausgerichtet.
Wie Medien am 19. Oktober 2026 berichteten, zielte die Initiative darauf ab, angehende Fachkräfte frühzeitig für potenzielle Gefahrenquellen im Arbeitsalltag zu sensibilisieren und Sicherheitsstandards im Betrieb zu festigen.
Hohe Risiken im landwirtschaftlichen Berufsalltag
Hintergrund der Schulung sind die fortlaufenden Risiken in der agrarischen Arbeitswelt. Laut dem Präventionsbericht 2025 der SVLFG stirbt in Deutschland jede Woche ein Landwirt an den Folgen eines Unfalls.
Zudem registrierte die SVLFG rund 31.000 meldepflichtige Unfälle in der Landwirtschaft, die entweder zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen führten oder tödlich endeten. Die Tendenz bei den Fallzahlen wird von der Sozialversicherung als leicht rückläufig eingestuft, das Gefahrenpotenzial bleibt jedoch beträchtlich.
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Fester Bestandteil der agrarischen Ausbildung
Vor diesem Hintergrund führten die AELF-Bildungsberater Lisa Schön und Thomas Wutz den Schulungstag gemeinsam mit Georg Straller von der SVLFG durch. Nach Angaben des AELF Regensburg-Schwandorf ist die Unfallverhütung fest in der überbetrieblichen Ausbildung verankert.
Das Thema wird nicht nur theoretisch vermittelt, sondern auch im Rahmen der schriftlichen sowie der praktisch-betrieblichen Prüfungen verbindlich abgefragt. Damit soll gewährleistet werden, dass der Nachwuchs die gesetzlichen Schutzvorschriften verinnerlicht und im Betriebsalltag eigenständig umsetzt.
Praxisnahe Überprüfung auf einem Betrieb bei Nabburg
Die praktische Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen stand im Mittelpunkt einer Überprüfung auf einem landwirtschaftlichen Betrieb bei Nabburg. Dabei demonstrierten die Schulungsteilnehmer den sicherheitsgerechten Umgang mit Betriebsmitteln und baulichen Gegebenheiten. Unter anderem wurde bei der Praxisprüfung ein Hoflader eingesetzt, der über ein spezielles Fahrerschutzdach verfügte.
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Zudem kontrollierten die Ausbilder bauliche Schutzvorkehrungen zur Absturzsicherung. So war der Heuboden über dem Jungviehstall mit einem Drahtseil gesichert, um Stürze aus der Höhe zu verhindern. Auch bei einfachen Arbeitsmitteln wurden Schutzstandards demonstriert: Vor Ort genutzte Leitern waren fest an dafür vorgesehenen Bügeln eingehängt, um ein Abrutschen oder Umkippen während der Arbeit zu vermeiden.
