Lampen-Seilsysteme: Elektrische Defekte verursachen rund ein Drittel der Gebäudebrände
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 21:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Veraltete Seilsysteme zur Beleuchtung stellen in Wohnungen, Büros sowie Praxen eine ernsthafte Brandgefahr dar. Durch fortlaufenden Verschleiß, nachlassende Kontaktstellen oder beschädigte Zuleitungen können erhebliche Sicherheitsrisiken entstehen.
Darauf weist die R+V Versicherung hin. Elektrische Defekte zählen grundsätzlich zu den häufigsten Brandursachen: Nach Angaben des Versicherers geht rund ein Drittel aller Gebäudebrände auf Elektrizität zurück.
Typische Warnsignale im Betrieb erkennen
Niedervolt- oder Hochvolt-Seilsysteme, die häufig über viele Jahre im Dauereinsatz sind, zeigen Verschleißerscheinungen oft schleichend. Als deutliche Warnzeichen gelten nach Angaben der R+V Versicherung flackerndes Licht, sichtbare Risse an den Kabeln sowie verschmorte Isolierungen. Auch verfärbte oder verformte Kunststoffbauteile an den Fassungen und Halterungen weisen auf eine unzulässig hohe Wärmeentwicklung hin.
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Entsteht an der Beleuchtungsanlage ein Brand- oder Schmorgeruch, rät der Versicherer zu sofortigem Handeln: Betroffene sollten das Licht unverzüglich ausschalten und die zuständige Sicherung im Sicherungskasten deaktivieren, um den Stromkreis vollständig zu trennen.
Vorgaben für Betrieb, Instandsetzung und Brandschutz
Für die Behebung von Schäden und Mängeln verweist die Versicherung auf klare Fachgrenzen. Sämtliche Reparaturen an solchen Systemen dürfen ausschließlich durch qualifizierte Elektrofachleute ausgeführt werden. Eigenmächtige Basteleien an stromführenden Seilen, Transformatoren oder Klemmen erhöhen das Brand- und Unfallrisiko erheblich.
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Zudem gelten wichtige Präventionsmaßnahmen beim laufenden Betrieb:
- Abstand wahren: Brennbare Materialien wie Vorhänge oder Textilien müssen stets mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu den Leuchten montiert sein.
- Herstellerangaben beachten: Beim Austausch von Leuchtmitteln dürfen ausschließlich geeignete Lampen verwendet werden, die die vom Hersteller vorgegebene maximale Leistung nicht überschreiten.
- Frühwarnsysteme warten: Ergänzend dazu sollten installierte Rauchwarnmelder regelmäßig getestet werden, um im Ernstfall eine rechtzeitige Warnung sicherzustellen.
