Kohlenstoffbörse: Vietnam startet Emissionshandel mit 110 Anlagen
29.06.2026 - 03:44:46 | boerse-global.de
Die zentrale Plattform ermöglicht den Handel mit Emissionsrechten und CO2-Zertifikaten.
So funktioniert der Markt
Die technische Abwicklung läuft über die bestehende Infrastruktur der Aktienbörse HNX. Verantwortlich zeichnen das Finanzministerium sowie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt.
Der Mechanismus ist simpel: Unternehmen mit überschüssigen Emissionsquoten verkaufen diese an andere Marktteilnehmer. Betriebe, die ihre Grenzwerte überschreiten, müssen Zertifikate zukaufen.
Dem Start ging eine Vorbereitungsphase voraus. Die Behörden etablierten rechtliche Rahmenbedingungen, IT-Systeme sowie Abwicklungs- und Verrechnungsmechanismen. Bereits 110 Industrieanlagen erhielten im Pilotverfahren Emissionsquoten.
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Klimaschutz trifft Wirtschaftspolitik
Der Kohlenstoffmarkt ist eng mit anderen staatlichen Zielen verknüpft. Eine Ende Juni verabschiedete Regierungsresolution sieht vor, Erlöse aus Zertifikatverkäufen künftig für Public-Private-Partnership-Projekte zu nutzen. Betroffen sind vor allem Maßnahmen gegen Bodensenkungen, Erdrutsche und Versalzung im Mekong-Delta.
Gleichzeitig verfolgt die Regierung ehrgeizige Wirtschaftsziele. Für 2026 ist ein Wachstum von mindestens zehn Prozent geplant. Das Finanzministerium prüft flexible Anpassungen bei Kraftstoffsteuern. Die Kreditkontrolle in Risikosektoren wird verschärft – um die makroökonomische Stabilität zu sichern.
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Neue Transparenzregeln für Staatsvermögen
Parallel zur Kohlenstoffbörse treten verschärfte Transparenzregeln in Kraft. Öffentliche Wirtschaftsgüter oder Infrastrukturprojekte mit einem Startwert von mindestens 200 Millionen VND müssen künftig online versteigert werden. Die Teilnahme erfordert eine elektronische Identifikation der Stufe 2 – ein weiterer Schritt zur Digitalisierung der Verwaltung.
