Klimaschutz in Städten: München senkt CO? um 24 Prozent
17.06.2026 - 16:55:53 | boerse-global.de
Das teilte das Referat für Klima- und Umweltschutz am Mittwoch dem Stadtratsausschuss mit. Konkret sank der Ausstoß um rund 62.800 Tonnen CO?-Äquivalente.
Zweite Bürgermeisterin Mona Fuchs sprach von einem Erfolg für die städtischen Klimaziele. Die Einsparungen gelangen vor allem durch mehr erneuerbare Energien und die Dekarbonisierung der Fernwärme. Bemerkenswert: Das gelang trotz eines Bevölkerungswachstums von gut zwei Prozent, das die Bemühungen strukturell erschwerte.
Künftig will sich die Verwaltung verstärkt auf die energetische Sanierung von Gebäuden und den Ausbau der Photovoltaik konzentrieren.
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Berlin und Hamburg legen Wärmepläne vor
Auch die Senate von Berlin und Hamburg haben diese Woche ihre Wärmepläne verabschiedet. Berlin strebt Klimaneutralität bis 2045 an. Der neue Wärmeplan 2026 ist rechtlich unverbindlich, definiert aber klare Gebiete für Fernwärmeausbau und dezentrale Lösungen.
Ein zentraler Baustein: Der Wärmebedarf soll durch Sanierungen um 20 Prozent sinken. Den Restbedarf decken Fernwärmenetze und dezentrale Erzeugung je zur Hälfte. Aktuell stammen rund 40 Prozent der Berliner CO?-Emissionen aus dem Wärmesektor – bei lediglich sechs Prozent erneuerbaren Energien.
Hamburg plant die Klimaneutralität bereits für 2040. Der Senat will 57 Prozent des Wärmebedarfs über Fernwärme decken. Für rund 200.000 Gebäude sind individuelle Lösungen nötig. Das Problem: Um die Ziele zu erreichen, müssten jährlich etwa 13.400 Wärmepumpen installiert werden – das Achtfache des aktuellen Tempos. 2026 wurden in Hamburg bislang erst rund 1.214 Wärmepumpen angemeldet.
Auch Regionen treiben Klimaschutz voran
Über die Metropolen hinaus gibt es weitere Initiativen:
In Münster-Hiltrup plant der Geologische Dienst NRW für 2027 eine Forschungsbohrung auf bis zu 1.300 Meter Tiefe. Ziel ist die Tiefengeothermie, die bis 2045 die Hälfte der Fernwärme liefern soll.
Hessen unterstützt Kommunen mit 14,2 Millionen Euro Fördervolumen für energetische Modernisierung – etwa für energieeffiziente Neubauten oder LED-Straßenbeleuchtung.
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In Wuppertal gibt es Bestrebungen, die Förderung für Hof- und Fassadenbegrünungen sowie Entsiegelungen deutlich aufzustocken.
KI als neuer Helfer im Klimaschutz?
Ende Juni veranstaltet die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen eine Informationsveranstaltung für Kommunen. Thema: Wie künstliche Intelligenz bei der Energiewendeplanung und dem Flächenmanagement helfen kann. Der Hintergrund: Eine Umfrage zeigt, dass Kommunalverwaltungen bisher kaum praktische Erfahrungen mit KI-Systemen im Klimaschutz haben.
