Kleineschholz, Freiburg

Kleineschholz in Freiburg: Zwei Baugruppen geben ihre Grundstücke zurück

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 21:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fehlendes Eigenkapital stoppt zwei Vorhaben in Kleineschholz; Freiburg plant eine Neuvergabe der Flächen noch vor Weihnachten 2026.

Freiburg: Zwei Baugruppen geben Grundstücksreservierungen zurück
Ein unerschlossenes Baugrundstück mit Kieshaufen und Vermessungspfählen vor einem bewölkten Abendhimmel. Illustration mit AI erstellt.

Im Freiburger Neubaugebiet Kleineschholz ist es zu einem unerwarteten Rückschlag bei der Vergabe von Wohnbauflächen gekommen. Die beiden Baugruppen „Birnbaum“ sowie „E.O.S.“ (Elinor-Ostrom-Siedlung Haus 1), die dem Mietshäusersyndikat angehören, haben ihre Reservierungsvereinbarungen für Grundstücke am Mittwoch, dem 7. Oktober 2026, an die Stadtverwaltung zurückgegeben.

Als wesentlicher Grund für den Rückzug gilt, dass das für die Realisierung erforderliche Eigenkapital, insbesondere in Form von Nachrangdarlehen, von den Initiativen nicht in ausreichendem Umfang eingeworben werden konnte.

Schwierige Finanzierungsbedingungen belasten Projekte

Die Stadt Freiburg verwies im Zusammenhang mit der Entscheidung auf ein herausforderndes gesamtwirtschaftliches Umfeld für gemeinschaftliche Bauvorhaben.

Zu den maßgeblichen Rahmenbedingungen zählten demnach gestiegene Baukosten sowie das veränderte Zinsniveau, welche die Finanzierungslasten für Baugruppen spürbar erhöht hätten. Hinzu kämen hohe Eigenkapitalanforderungen seitens der kreditgebenden Institute.

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Als weiterer hemmender Faktor wurde der zeitlich begrenzte Förderrahmen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) angeführt, der den zeitlichen Spielraum für die Gruppen zusätzlich verengt habe. Welche konkreten Auswirkungen der Rückzug der beiden Initiativen letztlich auf das gesamte Quartier haben wird, sei laut der Stadtverwaltung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Neuvergabe soll noch vor Weihnachten starten

Trotz des Ausstiegs der beiden Baugruppen soll die Entwicklung der betroffenen Flächen zügig fortgesetzt werden. Die Stadt Freiburg plant eine geordnete Neuvergabe der frei gewordenen Grundstücke.

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In einem ersten Schritt sollen Gespräche mit der Genossenschaft Esche eG geführt werden, die als Nachrückerin für das Areal infrage kommt. Um das Verfahren verbindlich voranzutreiben, beabsichtigt die Kommune, noch vor Weihnachten 2026 eine offizielle Ausschreibung für eines oder beide Grundstücke zu veröffentlichen.

Der sonstige Baufortschritt im Quartier Kleineschholz verläuft unterdessen nach Plan. Nach Angaben der Verwaltung befinden sich bereits drei Projekte im Neubaugebiet im Hochbau. Ein weiteres Vorhaben soll im November 2026 starten, bevor im Jahr 2027 sukzessive weitere Bauprojekte im Quartier folgen sollen.

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