Kirschgärten, München

Kirschgärten in München: Zweiter Bauabschnitt startet mit 384 Mietwohnungen

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 10:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eckpfeiler hat den Bau von 384 Wohnungen begonnen; 113 Millionen Euro Finanzierung und verzögerte Schulplanung prägen das Quartier.

Kirschgärten München: Zweiter Bauabschnitt mit 384 Mietwohnungen gestartet
Baustelle eines modernen Wohnquartiers in Holzhybridbauweise mit Rohbauten und Baumaterialien unter blauem Himmel. Illustration mit AI erstellt.

Mit einem Baustellenfest hat die Eckpfeiler Immobilien Gruppe am 8. Oktober 2026 den zweiten Bauabschnitt des Quartiers Kirschgärten in München-Untermenzing gestartet. Auf dem Areal zwischen der Elly-Staegmeyr-Straße und der Bahnlinie entstehen bis 2028 insgesamt 384 neue Mietwohnungen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Entwicklung liegt auf bezahlbarem Wohnraum: Rund 60 Prozent der Wohnfläche in diesem Teilabschnitt sind gefördert. Dem offiziellen Festakt war am 7. Oktober 2026 bereits der Spatenstich für die Bauarbeiten auf dem Gelände in Allach-Untermenzing vorausgegangen.

Fokus auf bezahlbaren Wohnraum und nachhaltige Finanzierung

Der zweite Bauabschnitt umfasst eine Geschossfläche von 33.000 Quadratmetern, verteilt auf drei Gebäudeblöcke. Die Entwürfe stammen von Maier Neuberger Architekten. Das Wohnraumangebot reicht von Ein- bis zu Vierzimmerwohnungen. Bezogen auf die Einheiten sind rund 42 Prozent der Wohnungen gefördert, während gemessen an der Fläche fast 60 Prozent als München-Modell- und preisgedämpfte Mietwohnungen realisiert werden.

Die Finanzierung für diesen Bauabschnitt sichert die HypoVereinsbank – UniCredit mit einem Volumen von 113 Millionen Euro ab. Nach Unternehmensangaben handelt es sich dabei um die erste Finanzierung eines privatwirtschaftlichen Wohnungsbauprojekts in München, die über einen grünen Kredit sowie ein Programm für soziale Wirkung abgewickelt wird.

Zeitplan für das Gesamtensemble bis 2030

Das gesamte Kirschgärten-Projekt umfasst rund 12 Hektar und soll nach seiner vollständigen Fertigstellung im Jahr 2030 insgesamt 1.500 Wohnungen für rund 3.000 Bewohner bieten.

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Der zweite Bauabschnitt der Kirschgärten in München-Untermenzing zeigt, wie sich ein privatwirtschaftliches Wohnungsbauprojekt über einen grünen Kredit und ein Programm für soziale Wirkung finanzieren lässt — mit 113 Millionen Euro Volumen. Für Kapitalanleger lohnt der Blick auf die Struktur: Rund 60 Prozent der Wohnfläche sind gefördert, die Finanzierung gilt als erste ihrer Art in München. Kostenlosen Report zur grünen Immobilienfinanzierung anfordern

Der erste Bauabschnitt besteht aus rund 230 Einheiten. Erste Mieter sollen dort ab März 2027 einziehen, zeitgleich nimmt das Quartiersmanagement seine Arbeit auf. Die Fertigstellung des nun begonnenen zweiten Abschnitts ist für 2028 terminiert.

Die Kirschgärten gelten als das größte Quartier in Holzhybridbauweise in Süddeutschland. Das Gesamtareal erhielt von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) die bislang höchste in Deutschland vergebene Bewertung für ein Stadtquartier. Auf dem gesamten Areal sind rund 60.000 Quadratmeter Grünflächen und 400 neue Bäume vorgesehen. Die Energieversorgung setzt auf den Einsatz von Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen.

Herausforderungen bei Förderung und kommunaler Infrastruktur

Trotz der ökologischen und sozialen Ausrichtung spiegeln sich in dem Großprojekt auch die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wider. Über das Gesamtprojekt hinweg liegt der Anteil preisgedämpfter Wohnungen bei rund 30 Prozent. Ursprünglich waren 40 Prozent geplant, die Quote musste jedoch wegen ausbleibender staatlicher Fördergelder nach unten angepasst werden.

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Über das gesamte Kirschgärten-Projekt hinweg liegt der Anteil preisgedämpfter Wohnungen nur noch bei rund 30 Prozent — ursprünglich waren 40 Prozent geplant, die Quote musste wegen ausbleibender staatlicher Fördergelder angepasst werden. Wer in München investiert, sollte die Förderlogik des München-Modells und die Risiken wegfallender Zuschüsse kennen. Leitfaden zu Förderquoten und München-Modell jetzt sichern

Zudem verzögert sich der Bau der geplanten sozialen Infrastruktur: Die vorgesehene Grundschule auf dem Areal soll wegen der angespannten Haushaltslage der Landeshauptstadt München erst im Schuljahr 2029/30 fertiggestellt werden. Das entspricht einer Verzögerung von rund zwei Jahren gegenüber der ursprünglichen Ankündigung.

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