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KI-Sicherheit: 49% des Codes stammt von KI-Systemen – neue Abwehr

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 22:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fast die Hälfte des produktiven Codes ist KI-generiert. Branchenführer reagieren mit hybriden Scan-Tools und spezialisierten KI-Agenten zur Echtzeit-Abwehr.

KI-Code dominiert: Neue Sicherheitsplattformen für Entwickler
Digitale Visualisierung von KI-gestützter Cybersicherheit und Datenanalyse in einem modernen Serverraum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Fast die Hälfte allen produktiv genutzten Codes stammt inzwischen von KI-Systemen. Die Sicherheitsbranche reagiert mit einer neuen Generation von Verteidigungswerkzeugen.

Mehrere Marktführer haben heute neue Plattformen vorgestellt, die künstliche Intelligenz tiefer in den Software-Entwicklungszyklus einbinden. Im Fokus stehen hybride Scan-Verfahren und spezialisierte KI-Agenten, die Sicherheitslücken in Echtzeit identifizieren und priorisieren sollen.

Checkmarx setzt auf Hybrid-Scanning

Laut dem aktuellen Checkmarx Report sind 49 Prozent des weltweit produktiv genutzten Codes KI-generiert. Um die daraus resultierenden Risiken zu beherrschen, präsentierte das Unternehmen heute das Werkzeug Checkmarx Fusion.

Das System kombiniert klassische Scan-Engines mit der Frontier-KI von Anthropic. In internen Messungen erreichte die Lösung einen F1-Score von 0,741 – das Vierfache des Branchendurchschnitts. Die technische Umsetzung erfolgt über Amazon Bedrock.

Parallel dazu hat TrendAI Ende Juli die Integration von Claude Opus 5 angekündigt. Ziel: Schwachstelleninformationen direkt in Schutzmaßnahmen wie Virtual Patching übersetzen. So sollen Lücken geschlossen werden, bevor offizielle Patches verfügbar sind.

Microsoft und Telekom setzen auf KI-Agenten

Am Montag präsentierte der Konzern das Modell MAI-Cyber-1-Flash samt der Plattform Project Perception. Drei spezialisierte Agenten – aufgeteilt in die Rollen „Rot", „Blau" und „Grün" – suchen Angriffspfade, bewerten Risiken und erstellen Korrekturvorschläge.

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Im CyberGym-Benchmark erreichte die Lösung 95,95 Prozent – zwölf Punkte vor dem Konkurrenzsystem Mythos, bei deutlich reduzierten Betriebskosten. Eine öffentliche Vorschau ist für Anfang August geplant.

Die Deutsche Telekom testet derweil GPT-5.5 Cyber von OpenAI für großflächige Sicherheitsanalysen. Schwerpunkte: internetexponierte Endpunkte und Quellcode-Scans. CSO Thomas Tschersich bezeichnete die Ergebnisse als vielversprechend, wies aber auf nötige Optimierungen im Schwachstellenmanagement hin.

Das Priorisierungsproblem bleibt

Kritiker bemängeln: Modelle wie Mythos beschleunigen zwar die offensive Sicherheitsarbeit, verschärfen aber das Priorisierungsproblem für Verteidiger – wenn nur nach Schweregrad sortiert wird, ohne den geschäftlichen Kontext zu berücksichtigen.

Hier setzen Erweiterungen etablierter Plattformen an. Tenable ergänzte sein Angebot Tenable One heute um statische Code-Schwachstellendaten. Ziel: durchgängige Sichtbarkeit von der Code-Erstellung bis zur Laufzeit.

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SpecterOps erweiterte BloodHound Enterprise um Unterstützung für AWS und Microsoft Entra Agent IDs. Eine neue KI-Schnittstelle stellt komplexe, hybride Angriffspfade grafisch dar – über Cloud- und On-Premises-Infrastrukturen hinweg.

Abgerundet wird die Entwicklung durch den Start des Veracode Marketplace heute. Das kuratierte Ökosystem bündelt Sicherheitsintegrationen für die KI-gestützte Softwareentwicklung.

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