KI-Plattform, Clé

KI-Plattform Clé: Charité senkt Bearbeitungszeit von 30 auf 2 Minuten

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 12:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Charité öffnet ihre intern betriebene KI-Plattform Clé schrittweise für Beschäftigte und meldet deutliche Zeitgewinne bei Dokumentenaufgaben.

Charité startet eigene KI-Plattform Clé für Klinik und Verwaltung
Ein heller, moderner Krankenhausflur mit minimalistischer Architektur und diffusem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat den schrittweisen Rollout ihrer eigenen Plattform für künstliche Intelligenz mit dem Namen „Clé“ gestartet.

Wie die Universitätsmedizin in einem Bericht vom 17. September 2026 mitteilte, ist das System für ein breites Aufgabenspektrum konzipiert und soll in der Krankenversorgung, der Forschung, der Lehre sowie in der Verwaltung eingesetzt werden. Nach einer ersten Testphase wird die Anwendung nun sukzessive für alle Mitarbeitenden der Universitätsklinik freigeschaltet.

Eigene Serverinfrastruktur und technische Basis

Ein zentrales Merkmal des Vorhabens ist der Betrieb auf der klinikinternen IT-Infrastruktur. Laut einem Bericht vom 18. September 2026 läuft die Plattform vollständig auf Charité-Servern. Technologisch umfasst „Clé“ dabei eine Kombination aus mehreren Sprach- und Bildmodellen, um den unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Einsatzbereiche gerecht zu werden.

Entwickelt wurde die Plattform von Ascléa, einer Ausgründung der Charité und des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC), wie mit Datum vom 17. September 2026 festgehalten ist. Mit der Bereitstellung auf der eigenen Infrastruktur behält die Einrichtung die Kontrolle über die technischen Prozesse und die Datenverarbeitung innerhalb des Universitätsklinikums.

Klare Trennung von der medizinischen Diagnostik

Trotz der Nutzung im Umfeld der Krankenversorgung zieht die Universitätsmedizin eine deutliche Grenze hinsichtlich der funktionellen Aufgaben: Bei „Clé“ handelt es sich ausdrücklich nicht um ein Medizinprodukt. Das System ist folglich nicht für die Stellung von Diagnosen oder für konkrete therapeutische Maßnahmen vorgesehen.

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Das primäre Einsatzfeld liegt stattdessen in der Unterstützung bei administrativen Abläufen und organisatorischen Tätigkeiten. Durch diese klare Fokussierung auf nicht-diagnostische Prozesse soll das System das Personal im Arbeitsalltag entlasten, ohne in ärztliche oder therapeutische Entscheidungsfindungen einzugreifen.

Pilotprojekt belegt spürbare Arbeitserleichterung

Welche Effizienzgewinne der Einsatz der Modelle ermöglicht, zeigte bereits ein Pilotprojekt zur Dokumentenumwandlung. In diesem Testlauf sank die Bearbeitungszeit pro Vorgang von zuvor 30 Minuten auf lediglich 2 Minuten.

Insgesamt wurden im Rahmen des Pilotprojekts 1.800 Dokumente verarbeitet. Daraus resultierte eine rechnerische Einsparung von 105 Arbeitstagen. Diese messbare Zeitersparnis unterstreicht das Potenzial für eine spürbare Entlastung der Beschäftigten bei zeitintensiven Dokumentationsaufgaben.

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Vorreiterrolle im deutschen Universitätskliniksektor

Mit der Bereitstellung der Plattform beansprucht die Berliner Institution eine Vorreiterrolle in der nationalen Hochschulmedizin. Nach Angaben von Prof. Alexander Meyer ist die Charité die erste Universitätsmedizin in Deutschland, die eine eigene KI-Plattform etabliert.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Phase erfolgt die Freigabe des Systems nun schrittweise für alle Mitarbeitenden. Dieser strukturierte Übergang soll sicherstellen, dass die Technologie reibungslos in die tägliche Praxis von Klinikbetrieb, Wissenschaft und Administration übernommen werden kann.

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