KI-Kompetenzzentrum, NRW

KI-Kompetenzzentrum NRW: 15,4 Millionen Euro für 36 Hochschulen

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 07:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Deutsche Hochschulen starten Gesundheitsportal, Studierendenbefragung und KI-Projekte. Neue Studien belegen Wirksamkeit von Peer-Programmen gegen Selbststigma.

Hochschulen fördern Gesundheit: Neue Portale, Studien und KI
Eine vielfältige Gruppe von Studierenden geht über einen modernen Universitätscampus, mit Fokus auf Wohlbefinden und akademisches Umfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Plattform bündelt gesundheitsbezogene Dienstleistungen für Beschäftigte, Studierende und externe Nutzer. Ziel ist eine bessere Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der Angebote.

Studierendenbefragung und Datenbasis

Parallel dazu startet die Universität Hamburg am 15. Juli eine umfassende Befragung zur Studierendengesundheit. Unter dem Titel „HOW ARE U(HH)“ sollen Daten zum Wohlbefinden, zur mentalen Verfassung und zu den Studienbedingungen gesammelt werden. Die rund 15-minütige Erhebung richtet sich an Studierende und Promovierende. Solche Datenbestände bilden die Grundlage für gezielte Präventionsprogramme.

Psychische Gesundheit: Zahlen und neue Ansätze

Die Notwendigkeit dieser Maßnahmen unterstreichen aktuelle Forschungsdaten. Eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung zeigt: 65 Prozent der Studierenden mit Beeinträchtigungen leiden unter psychischen Erkrankungen. Stress, Ängste und depressive Verstimmungen zählen zu den häufigsten Beratungsgründen.

Neue Ansätze zur Unterstützung Betroffener liefert eine Studie der Universität Ulm und des Bezirkskrankenhauses Günzburg. Veröffentlicht in The Lancet Regional Health – Europe, belegt sie die Wirksamkeit des Peer-Programms „In Würde zu sich stehen“. Bei den 457 Teilnehmenden reduzierte sich das Selbststigma deutlich. Auch soziale Inklusion und Lebensqualität verbesserten sich.

Ernährungspsychologie: Gewichtsneutraler Ansatz

Auch in der Prävention körperlicher Erkrankungen werden neue Wege erprobt. Die Universität Gießen startet im August die Rekrutierungsphase für die EASE-Studie. Unter der Leitung einer Professorin für Ernährungspsychologie untersucht sie einen gewichtsneutralen Ansatz bei Adipositas. Der Fokus liegt auf dem allgemeinen Wohlbefinden – nicht auf einer rein quantitativen Gewichtsreduktion.

Technologische Unterstützung und KI

Der Ausbau des Gesundheitsmanagements zeigt sich auch in der Infrastruktur. Während Hochschulen wie die Universität Ulm ihr Personal im Bereich Hochschulsport und betriebliches Gesundheitsmanagement verstärken, setzt die Branche zunehmend auf Technologie.

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Der STADA Health Report 2026 belegt eine hohe Akzeptanz: 82 Prozent der Europäer sind offen für KI in der Gesundheitsversorgung. Fast die Hälfte würde einer KI-Diagnose vertrauen. Diese Entwicklung korrespondiert mit dem KI:Expertisezentrum.nrw, das am 1. Juli unter Führung der Ruhr-Universität Bochum seine Arbeit aufnahm. Mit 15,4 Millionen Euro Förderung bis Ende 2030 sollen KI-Kompetenzen für 36 Hochschulen gebündelt werden.

Digitale Lösungen in der Akutversorgung

Auch in der Akutversorgung werden digitale Lösungen getestet. Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel startete gestern der Testbetrieb einer automatisierten Messkabine in der Notaufnahme. Patienten erfassen dort Vitalparameter wie Blutdruck, Puls und Temperatur eigenständig. Die Daten fließen direkt in das Informationssystem der Klinik.

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Solche Innovationen könnten den Fachkräftemangel abmildern – den 67 Prozent der Europäer als größte Herausforderung im Gesundheitssystem sehen.

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