Finanzabteilungen, Deutschen

KI in Finanzabteilungen: 29% der Deutschen prüfen wöchentlich 15–29 Stunden

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 22:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue CSRD-Vorschriften und KI-Einsatz prägen die Unternehmensberichterstattung. Eine Studie zeigt hohen Prüfaufwand und Skepsis bei Finanzentscheidern.

CSRD & KI: Neue Regeln und Technik für Finanzabteilungen
Eine Hand zeigt auf Finanzdokumente mit einem stilisierten, leuchtenden neuronalen Netzwerk und Grafiken, die KI in der Berichterstattung symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Neue Vorschriften wie die CSRD-Richtlinie verlangen von Firmen, Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Bilanzen zu integrieren. Ein aktuelles Fachbuch zeigt, wie das in der Praxis funktionieren kann.

Jörg Wöltje hat im Haufe Verlag ein rund 550 Seiten starkes Werk veröffentlicht. Es verbindet theoretische Grundlagen mit konkreten Unternehmensdaten. Das Buch gliedert sich in drei Bereiche: Grundlagen der Rechnungslegung, Instrumente der Bilanzpolitik und eine detaillierte Jahresabschlussanalyse. Letztere wird am Beispiel der Deutz AG veranschaulicht.

KI in Finanzabteilungen: Effizienz gegen Kontrollaufwand

Parallel zu den regulatorischen Änderungen verändert künstliche Intelligenz die Arbeit in Finanzabteilungen. Die Automatisierung verspricht Effizienzgewinne. Doch die Praxis sieht anders aus.

Eine aktuelle Umfrage von IDC im Auftrag von Sage unter 2.275 Finanzentscheidern weltweit zeigt: 29 Prozent der deutschen Befragten investieren wöchentlich zwischen 15 und 29 Stunden in die Prüfung von KI-Ergebnissen. Bei 18 Prozent liegt der Aufwand sogar bei über 30 Stunden pro Woche. Das Vertrauen in automatisierte Systeme ist noch nicht vollständig da.

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Transparenz als Schlüsselfaktor

Die Untersuchung offenbart eine deutliche Forderung nach Nachvollziehbarkeit. Rund 68 Prozent der Finanzverantwortlichen lehnen KI-Tools ab, wenn deren Entscheidungswege nicht transparent sind. Das gilt selbst bei einer versprochenen Präzision von 99 Prozent.

Noch deutlicher wird die Skepsis bei Widersprüchen: 43 Prozent der Befragten würden die Empfehlung einer KI zurückweisen, wenn sie dem eigenen fachlichen Urteil widerspricht. Die menschliche Expertise bleibt bei komplexen Finanzdaten unverzichtbar.

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Fristen und technische Anforderungen

Neben den Berichtspflichten müssen Unternehmen auch technische Übergangsfristen beachten. Die geltende Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) gilt noch bis zum 19. Januar 2027. Steuerungen und Befehlseinrichtungen müssen demnach so konzipiert sein, dass Fehler in Hard- oder Software keine Gefährdungen verursachen. Instandhaltungsstellen müssen außerhalb von Gefahrenbereichen liegen und über Schnittstellen zur Fehlerdiagnose verfügen – ein Aspekt, der auch die Bewertung von Produktionsanlagen in der Bilanz beeinflusst.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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