KI-Einsatz, NIS-2-Richtlinie

KI-Einsatz: NIS-2-Richtlinie verpflichtet 30.000 Unternehmen

15.06.2026 - 11:56:48 | boerse-global.de

Ein Intensiv-Seminar zeigt den hohen Beratungsbedarf beim rechtskonformen Einsatz von Cloud und KI in deutschen Unternehmen.

KI-Einsatz in Firmen: Rechtliche Hürden und neue EU-Vorgaben
KI-Einsatz - Abstrakte Darstellung von Datenflüssen zwischen Cloud-Servern und einer menschlichen Hand, die mit einem holografischen Interface interagiert. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein neues Intensiv-Seminar zeigt, wie komplex die Lage ist.

Ein zweitägiges Seminar, das heute beginnt, verdeutlicht den hohen Beratungsbedarf beim rechtskonformen Einsatz von Cloud und KI. Im Fokus stehen nicht nur DSGVO und BDSG, sondern vor allem die Beteiligungsrechte der Betriebsräte. „Die Mitbestimmung ist ein zentraler Baustein“, sagt Referent Dr. Volker Wodianka.

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Neue EU-Vorgaben als zusätzliche Hürde

Internationale Standards wie ISO/IEC 27018 gewinnen an Bedeutung. Unternehmen müssen bei globalen Cloud-Diensten die EU-Standardvertragsklauseln und das Data Privacy Framework einhalten. Eine Datenschutz-Folgenabschätzung gilt als unverzichtbar.

Doch die Technologie bietet auch Lösungen: KI-Assistenten beschleunigen die Erstellung von Dokumentationen für Verarbeitungstätigkeiten oder technische Maßnahmen. Unternehmen berichten von Zeitersparnissen zwischen 60 und 75 Prozent.

KI als Werkzeug, nicht als Jurist

Softwareanbieter wie caralegal betonen: Die KI bewertet nicht rechtlich, sondern strukturiert nur Informationen. Ein Webcast morgen thematisiert intelligente Kontierung in SAP-Systemen – mit Zeitersparnissen von bis zu 80 Prozent.

Für KMU rücken Sicherheitsrisiken populärer Tools wie ChatGPT oder Microsoft Copilot in den Fokus. Eine Veranstaltung in Gütersloh am 18. Juni befasst sich mit Pflichten aus der EU-KI-Verordnung und der NIS-2-Richtlinie.

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Politische Debatte um Transparenz

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger steht in der Kritik: Er ließ Reden und Gastbeiträge ohne Kennzeichnung durch KI erstellen. Das Ministerium bezeichnet den Einsatz als gewöhnliches Arbeitsmittel.

Der Bundesrat forderte am 13. Juni schärfere Befugnisse für KI-gestützte Bildfahndung. Der eco-Verband warnt vor einer digitalen Überwachungsarchitektur.

Ausblick auf Fachveranstaltungen

Weitere Termine beleuchten spezielle Aspekte:

  • 18. Juni: Webinar der dena zur NIS-2-Umsetzung (rund 30.000 betroffene Unternehmen)
  • 19. Juni: Vortrag an der Uni Köln über KI beim EuGH
  • Juli und Oktober: Workshops zu Prozessautomatisierung mit KI-Agenten

Eine Seminarwoche zum Arbeitsrecht der betrieblichen Altersversorgung in Dresden wurde mangels Nachfrage abgesagt. Die Ressourcen verschieben sich Richtung digitale Transformation.

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