KI-Assistenz, Beruf

KI-Assistenz im Beruf: 130 Teilnehmende beraten über Inklusion und Barrieren

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 20:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Fachtagung bündelte Praxiserfahrungen und betonte Mitwirkung, Datenschutz sowie betriebliche Mitbestimmung beim Einsatz von KI-Assistenz.

KI-Kompass Inklusiv zieht Bilanz zu Assistenz im Arbeitsleben
Ein heller, moderner Konferenzraum mit leeren Stühlen vor einer neutralen Wand, der eine professionelle Arbeitsumgebung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Am 29. September 2026 haben in Berlin rund 130 Menschen mit Behinderungen, deren Interessenvertretungen sowie Fachleute aus Rehabilitation, Unternehmen und Forschung über den Einsatz von KI-Assistenz im Arbeitsleben diskutiert.

Anlass der Konferenz war die Fachtagung des Projekts KI-Kompass Inklusiv. Im Zentrum des Austauschs standen die praktischen Möglichkeiten und Voraussetzungen, um digitale Assistenzsysteme barrierefrei und zielgerichtet im Berufsalltag einzusetzen.

Vier Jahre Praxiserfahrung und Technologie-Monitoring

Nach vier Jahren Projektarbeit zog das Projekt KI-Kompass Inklusiv auf der Tagung eine Zwischenbilanz. Dabei flossen die gesammelten Erkenntnisse aus einem kontinuierlichen Technologie-Monitoring, gezielten Beratungsangeboten sowie Erfahrungen aus Praxislaboren ein.

Die Praxislabore und Beratungsstrukturen des Projekts dienen dazu, konkrete Assistenzlösungen unter realen Bedingungen zu erproben. Ziel ist es festzustellen, an welchen Stellen künstliche Intelligenz Barrieren im Arbeitsalltag abbauen und Beschäftigte mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen bei ihren Aufgaben unterstützen kann.

Gleichzeitig liefert das Technologie-Monitoring einen Überblick über aktuelle Marktentwicklungen und neue Werkzeuge, die für den inklusiven Einsatz infrage kommen.

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Partizipation, Datenschutz und betriebliche Mitbestimmung

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Fachtagung lag auf den Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Einführung entsprechender Systeme. Die Beteiligten betonten, dass Menschen mit Behinderungen unmittelbar an der Entwicklung und an der betrieblichen Einführung von KI-Assistenz mitwirken müssen.

Nur durch eine frühzeitige Partizipation der Nutzenden lasse sich sicherstellen, dass Technologien den tatsächlichen Bedarfen entsprechen und keine neuen Hürden schaffen.

Darüber hinaus nahmen Fragen des Datenschutzes und der Mitbestimmung breiten Raum in den Diskussionen ein. Beim Einsatz assistiver Technologien fallen häufig sensible Informationen über die Leistungsfähigkeit oder den Gesundheitsstatus von Beschäftigten an.

Entsprechend bedarf es klarer betrieblicher Vereinbarungen und der engen Einbindung von Betriebs- und Personalräten sowie der Schwerbehindertenvertretungen, um Schutzrechte zu wahren und Vertrauen in die Systeme zu schaffen.

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Förderung durch das Bundesarbeitsministerium bis 2027

Das Projekt KI-Kompass Inklusiv wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Die Laufzeit der Initiative ist bis zum Jahr 2027 angelegt. In der verbleibenden Projektzeit sollen die Erkenntnisse aus den Praxislaboren und dem Beratungsnetzwerk weiter vertieft werden, um Betrieben und Beschäftigten verlässliche Orientierungshilfen bei der Implementierung von KI-gestützten Arbeitsplätzen bereitzustellen.

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