K&B hat Potential
Veröffentlicht: 20.08.2006 um 09:24 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
Value Investing ist ein oft genannter Begriff an der Börse. Vereinfacht gesagt bedeutet es nichts anderes, als ein Unternehmen unter seinem fairen Wert zu kaufen. Berücksichtigt werden muss hier die bilanzielle Situation sowie die künftigen Wachstumsaussichten. König&Bauer ist ein Unternehmen was durchaus in diese Kategorie fällt. Der drittgrößte Hersteller von Druckmaschinen weltweit konnte zuletzt über erfreuliche Zahlen zum ersten Halbjahr berichten. Nicht ganz unschuldig ist auch hier die WM, die viel bedrucktes Papier mit sich brachte.
Der Umsatz stieg ggü. dem Vorjahr um rund 5% an, das Vorsteuerergebnis drehte von -6,1 Mio. € auf 18,7 Mio. € ins Plus. Damit ist die Rückkehr in die Profitabilität gelungen und der Ausblick auf ein stärkeres zweites Halbjahr bleibt erhalten. Zwar ist der Auftragseingang rückläufig, begründet wird dies jedoch mit einigen Großaufträgen im Vorjahr, die in dieser Form dieses Jahr nicht eintreffen. Der Auftragsbestand sichert dem Unternehmen im zweiten Halbjahr dennoch eine hohe Auslastung seiner Fertigungskapazitäten. Von der Unternehmensseite her blickt man trotz der Belastungen, die von der Währungsseite und den Konfliktherden im Nahen Osten herrühren, optimistisch in die Zukunft. Die Umsätze sollen sich für den Gesamtkonzern auf 1,7 Mrd. € verbessern und die Profitabilität weiter deutlich verbessert werden. Analysten rechnen mit einem Gewinn von rund 2,50 € je Aktie für das Gesamtjahr. Macht ein KGV von 9,4. Für 2007 wird im Schnitt mit ca. 2,8 € je Aktie gerechnet, was die Bewertung noch günstiger macht. Bilanziell sieht das Unternehmen ebenfalls hervorragend aus. So notiert das Unternehmen 15% unter seinem bilanziellen Eigenkapital und die kurz- sowie langfristigen Finanzschulden sind nahezu komplett durch den Liquiditätsbestand abgesichert. Die Eigenkapitalquote von 51% ist solide und die starken Cashflows sollten die Lage eher noch verbessern. Selbst unter der Beachtung der starken Zyklik des Geschäfts erscheint die Aktie damit klar unterbewertet.
Fazit: Langfristige Anleger können zu aktuellen Kursen eine Position nehmen. Erstes Kursziel ist der Buchwert von rund 27 €. Bewertungstechnisch sehen wir 30 € je Aktie für durchaus machbar. Nach unten hin ist die Aktie fundamental gut abgesichert.
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