Handwerkspräsident Dittrich drängt auf Entlastung bei Lohnnebenkosten
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 12:44 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Deutschlands Handwerksbetriebe schlagen Alarm. Schon nach wenigen Sätzen merkt man: Hier spricht einer, dem das Wasser bis zum Hals steht.
Konkurrenzfähigkeit auf dem Spiel
Ohne eine deutliche Reduktion der Lohnnebenkosten sieht Dittrich die Wettbewerbsfähigkeit seiner Zunft ernsthaft bedroht. Das bleibt nicht nur eine wirtschaftliche Rechnung, sondern trifft – ganz bodenständig – die Menschen vor Ort, die von ihrer Hände Arbeit leben.Mühsame Gespräche, vorsichtiger Optimismus
Auch wenn Politiker aufgeschlossen wirken, gehen bei solchen Kabinettsklausuren die Lösungen nicht kleckerweise vom Fließband. Laut Dittrich gäbe es aber immerhin echtes Interesse an den Herausforderungen des Handwerks, ein Funken Hoffnung also – Dialog statt Durchwinken.Das sperrige Thema Lohnzusatzkosten
Das „dickste Brett“ sei und bleibe, so Dittrich, die Lohnzusatzkosten: Er rechnet vor, dass ein Prozentpunkt weniger bei den Lohnnebenkosten etwa zehn Milliarden Euro freisetze. Betriebe und Beschäftigte würden profitieren – bisher schrammt man jedoch satte drei Prozent über dem selbst gesetzten Ziel.Bürokratie als Bremsklotz
Mehr Freiraum, weniger Formulare: So oder so ähnlich stellt sich Dittrich eine bessere Handwerkswelt vor. Gesetze sind das eine, der Alltag das andere. Oft würde – aus seiner Sicht – allein schon der Wille helfen, etwa durch das Abschaffen von Regelungen wie der europaweiten Verpackungsverordnung, dem Sonntagsbackverbot oder der Bonpflicht.Ausbildung im Fokus
Er schwenkt dann auf die Zukunft: Die duale Ausbildung müsse, sagt Dittrich, endlich besser von der Politik unterstützt werden. Dass trotz Flaute mehr Lehrlinge ausgebildet werden, sei ein Zeichen von großem Engagement vor Ort – besonders angesichts der vielen Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte. Investitionen in Bildungszentren oder überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, das müsse drin sein. Übrigens: Daran wird sich auch zeigen, wohin sich das ganze Land entwickelt.Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), macht sich bei der Bundesregierung für eine grundlegende Entlastung bei den Lohnnebenkosten stark und warnt davor, im internationalen Vergleich weiter ins Hintertreffen zu geraten.
Handwerk unter Druck
Die Stimmung in den Betrieben ist laut Dittrich vielerorts angespannt; neben hohen Lohnzusatzkosten lasten zusätzlich Bürokratie und komplexe Regulierungen auf kleinen und mittelständischen Unternehmen.Appell für Ausbildung und Modernisierung
Dittrich hebt hervor, wie wichtig eine gute Unterstützung der dualen Ausbildung und gezielte Investitionen in die Qualifizierung sind, gerade auch zur Integration junger Menschen mit Migrationsgeschichte. Jüngste Medienberichte zeigen zudem, dass Diskussionen über die generelle Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland und gezielte Maßnahmen zur Unterstützung des Handwerks in Politik und Gesellschaft weiter an Bedeutung gewinnen. Recherche-Update: Laut aktueller Berichterstattung aus unterschiedlichen Quellen wird der Druck auf die Bundesregierung größer, da die hohe Abgabenbelastung als Wettbewerbsnachteil für den Mittelstand gilt. Auch wurde zuletzt mehrfach gefordert, gezielt Hürden für Ausbildungsbetriebe abzubauen und Zulassungs-, Melde- sowie Dokumentationspflichten zu straffen. Experten betonen immer wieder, wie wichtig praktische Lösungen und entschlossene politische Schritte sind – allein wohlwollende Gespräche reichen offenbar nicht mehr.
- Das Nachrichtenportal der Sueddeutschen Zeitung berichtet ausführlich, dass Wirtschaftsminister Habeck und Finanzminister Lindner bei einem Spitzentreffen mit dem Handwerk erneut Meinungsverschiedenheiten über die Prioritätensetzung in der Steuer- und Abgabenpolitik offenbart haben; es herrsche große Unsicherheit über konkrete Entlastungsschritte, während Betriebe immer öfter vor Investitionen zurückschrecken. Quelle: Süddeutsche Zeitung
- Bei Zeit Online kommentiert die Redaktion, dass die Lage vieler Handwerksbetriebe zunehmend als Spiegelbild für die Krisenfestigkeit des Wirtschaftsstandorts betrachtet wird; überbordende Bürokratie und ungelöste Probleme am Ausbildungsmarkt sorgen für wachsenden Frust und Nachdruck auf die Ampelkoalition. Quelle: Zeit Online
- Die FAZ analysiert die aktuellen Reformdebatten und fragt, ob die deutsche Politik es schaffen wird, die Lohnnebenkosten tatsächlich nachhaltig zu senken; skeptisch wird angemerkt, dass bisher vor allem Versprechungen, aber kaum konkrete Langfriststrategien zu erkennen sind. Quelle: FAZ
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