JD.com-Übernahme: EU prüft 22-Milliarden-Deal für MediaMarktSaturn
30.05.2026 - 19:09:31 | boerse-global.deDer Markt für professionelle Druck- und Dokumentenlösungen wächst – angetrieben durch automatisierte Workflows und neue EU-Regularien. Besonders in Deutschland zwingt die Pflicht zur E-Rechnung Unternehmen zur Modernisierung ihrer Druckinfrastruktur.
Managed Print Services: Ein Markt im Aufwind
Der globale Markt für Managed Print Services (MPS) erreichte 2025 einen Wert von rund 46 Milliarden Euro. Branchenanalysten rechnen mit einem Anstieg auf etwa 102 Milliarden Euro bis 2034 – das entspricht einem jährlichen Wachstum von knapp neun Prozent.
Die Region Asien-Pazifik hält mit 35 Prozent den größten Marktanteil, gefolgt von Nordamerika (32 Prozent) und Europa (25 Prozent). Haupttreiber sind Cloud-Drucklösungen, verbesserte Cybersicherheit und die Integration von Workflow-Automatisierung.
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Hardware für jeden Bedarf: Vom Büro bis zur Druckerei
Die Preisspanne bei aktuellen Multifunktionsgeräten ist enorm. Im High-End-Segment positioniert sich der Ricoh IM C3000A, ein A3-Farb-Lasermultifunktionsdrucker mit 30 Seiten pro Minute. Sein Preis liegt zwischen 3.796 und knapp 5.000 Euro.
Für kleinere Büros und spezielle Aufgaben haben sich im Frühjahr 2025 mehrere Modelle als Branchenstandards etabliert:
- Tintentank-Systeme: Der Epson ET-2820 und der Canon Maxify GX6050 kosten zwischen 289 und 529 Euro.
- Laserdrucker: Brother und HP liefern sich einen Wettbewerb im mittleren Preissegment. Der Brother DCP-L3515CDW ist für rund 319 Euro erhältlich, der HP OfficeJet Pro 90123 für etwa 379 Euro.
- Spezialdruck: Ende Mai 2026 erweiterte Epson sein Portfolio um den L805, einen Sechsfarb-Tintentank-Fotodrucker. Das Gerät bietet eine Auflösung von 5.760 dpi und drahtlose Konnektivität.
E-Rechnungspflicht als Digitalisierungstreiber
Die Nachfrage nach modernen Dokumentenerfassungssystemen wird zunehmend von gesetzlichen Vorgaben bestimmt. In Deutschland hat die verpflichtende Einführung der E-Rechnung für B2B-Transaktionen im Januar 2025 einen Modernisierungsschub ausgelöst.
Besonders Steuerkanzleien und Anwaltsbüros setzen auf automatisierte Erfassungslösungen mit zonaler Texterkennung. Der Grund: der anhaltende Fachkräftemangel. Bereits 2024 konnten 43,4 Prozent der Einzelpraxen offene Stellen nicht besetzen. Die Folge: eine verstärkte Dezentralisierung der Digitalisierung auf Mandantenebene.
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Neue Hardware für das vernetzte Büro
Parallel zur Drucktechnik entwickeln sich auch andere Bürobereiche weiter. Auf Branchenveranstaltungen Ende Mai 2026 stellten mehrere Hersteller neue Produkte vor:
- Business-Computer: Acer präsentierte die Veriton-Serie mit den Modellen Vero 6000 Mini und 1000 Compact Tower. Sie sind mit Intel Core Ultra Prozessoren und WiFi 7 ausgestattet. Die Markteinführung ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
- Professionelle Displays: MSI brachte die Pro Max Serie auf den Markt – All-in-One-PCs mit AMD Ryzen Prozessoren und 120-Hertz-Displays.
- Konferenztechnik: Der BenQ LH660 Business-Laserprojektor kam im Mai 2026 auf den Markt. Mit 4.600 ANSI-Lumen und Full-HD-Auflösung kostet er rund 999 Euro.
Milliarden-Übernahme: JD.com will MediaMarktSaturn
Während der Hardware-Markt brummt, stehen die Vertriebsstrukturen vor einem möglichen Umbruch. Die Europäische Kommission leitete Ende Mai 2026 eine Untersuchung zur geplanten 22-Milliarden-Euro-Übernahme von Ceconomy – dem Mutterkonzern von MediaMarktSaturn – durch den chinesischen Online-Riesen JD.com ein.
Die Wettbewerbshüter prüfen, ob ausländische Subventionen den EU-Markt verzerren könnten. Eine Entscheidung wird für Anfang Oktober 2026 erwartet.
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