Japan-Kommunen: 331 Städte nutzen Gebrauchtgüter-Plattform
23.06.2026 - 16:40:16 | boerse-global.de
Im Fokus: ökologische Kreisläufe und die Wiederbelebung ländlicher Räume.
Ricoh und Aranmare starten gemeinsames Projekt in Akita
Die Ricoh-Zweigstelle in Akita und die Sportorganisation Aranmare haben eine Partnerschaft für regionale Co-Creation gestartet. Aranmare betreibt Frauenmannschaften in Basketball und Volleyball. Ziel der Kooperation: die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in der Präfektur weiter zu verbreiten. Ein erstes Vorbereitungstreffen fand bereits am 11. Juni statt.
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Beide Organisationen sind offizielle SDG-Partner der Präfektur und wurden mehrfach ausgezeichnet. Als ersten Meilenstein planen sie für den 17. und 18. November eine gemeinsame Nachhaltigkeitsveranstaltung in Akita. Parallel dazu erweitert Ricoh Japan sein Portfolio: Ende Juni bringt das Unternehmen einen neuen generativen KI-Dienst auf den Markt, der auch Bild- und Diagrammdaten verarbeitet.
Seesterne werden zu natürlichem Wildtier-Schutzmittel
Ein ungewöhnliches Projekt läuft in der Region Chubu. Der Chubu International Airport kooperiert mit der Fischereigenossenschaft Onizaki und der Gemeinde Ono in der Präfektur Gifu. Das Ziel: Seesterne ökologisch sinnvoll verwerten, die in der Fischerei oft als störend gelten.
Jährlich werden rund 200 Kilogramm der Meerestiere getrocknet. Die daraus gewonnenen etwa 40 Kilogramm Trockenmasse dienen als natürliches Vergrämungsmittel gegen Wildtiere in der Forstwirtschaft. Das Vorhaben startete ursprünglich 2023 im Rahmen von Aufforstungsmaßnahmen und wird nun fortgesetzt.
Gebrauchtgüter-Plattform für Saga
Die Stadt Saga setzt auf Wiederverwendung. Gemeinsam mit dem Unternehmen Market Enterprise führt sie eine spezielle Plattform ein. Bürger können dort Schätzungen für nicht mehr benötigte Gegenstände einholen und sie über einen Abholservice verkaufen. Für die Stadtverwaltung entstehen keine Kosten. Mit Saga steigt die Zahl der japanischen Kommunen, die dieses System nutzen, auf 331.
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Energieautarke Unterkunft für Toyama
In der Präfektur Toyama planen Yamatane und der Projektentwickler ARTH ein Vorhaben zur Belebung der Region Himi. Im Fokus steht die Bewirtschaftung terrassierter Reisfelder in Nagasaka. Kernstück des Projekts: eine vollständig energieautarke Beherbergungsstätte. Die Grundsteinlegung erfolgte kürzlich.
Die Anlage deckt ihren Strombedarf über Solarenergie, die Wasserversorgung läuft komplett über Regenwasser. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2027 geplant. Das Projekt soll nicht nur den Tourismus ankurbeln, sondern auch zum Wiederaufbau der Region nach dem Noto-Halbinsel-Erdbeben beitragen.
