IT-Fachkräftemangel, Stellen

IT-Fachkräftemangel: 100.000 Stellen unbesetzt, 85% beklagen Engpässe

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 14:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Über 100.000 IT-Stellen sind unbesetzt. Unternehmen optimieren ihre Einarbeitungsprozesse, um neue Fachkräfte langfristig zu binden.

IT-Fachkräftemangel: Firmen setzen auf besseres Onboarding
Neue Mitarbeiter erhalten eine strukturierte Einführung in einem modernen Büro. Ein Mentor leitet sie an einem großen Bildschirm an. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuell bleiben mehr als 100.000 Stellen unbesetzt, 85 Prozent der Unternehmen beklagen massive Engpässe. Immer mehr Firmen setzen deshalb auf effizientere Onboarding-Prozesse, um neue Mitarbeiter schneller produktiv zu machen.

Schlechtes Onboarding kostet Fachkräfte

Trotz der angespannten Lage hapert es bei vielen Unternehmen an der Integration neuer Mitarbeiter. Ein Whitepaper von Newvision Software zeigt: 79 Prozent der Betriebe rechnen mit einer weiteren Verschärfung des Fachkräftemangels. Trotzdem scheitert das Onboarding oft an fehlenden Strukturen.

Häufige Fehler: unklare Zuständigkeiten, fehlendes Feedback und „Learning by drowning“ – neue Mitarbeiter werden ohne Anleitung ins kalte Wasser geworfen. Die Folge: wertvolle Fachkräfte verlassen das Unternehmen oft schon kurz nach der Einstellung.

Finanzsektor unter Druck: DORA verschärft Regeln

Besonders streng sind die Vorgaben im Finanzwesen. Seit Januar 2025 gilt der Digital Operational Resilience Act (DORA). Die Validato AG betont: Unternehmen müssen die Qualifikation ihrer Mitarbeiter lückenlos dokumentieren und überwachen – auch bei externen Dienstleistern.

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Das Gesetz verlangt zudem globales Background-Screening für alle, die Zugang zu sensiblen IT-Infrastrukturen oder geschäftskritischen Daten haben.

Schneller ans Ziel: So machen es die Vorreiter

Optimierte Prozesse zahlen sich direkt aus. Das Bankhaus Van Lanschot Kempen verkürzte den Onboarding-Prozess für Kryptokunden von zwölf auf zwei Wochen – mithilfe spezialisierter RegTech-Lösungen.

Auch die Sparkassen-Finanzgruppe zieht nach: Seit dem 20. Juli 2026 ist „S-Neo“ am Start, ein digitales Angebot für den Wertpapierhandel. Rund 20 Millionen App-Nutzer können es sofort nutzen. Neukunden sollen zum Jahreswechsel 2026/2027 folgen. DSGV-Präsident Reuter zeigt sich zuversichtlich: Das neue Paket müsse den Vergleich mit Neo-Brokern nicht scheuen.

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Im Bereich Datenanalyse setzen Unternehmen zunehmend auf kuratierte Netzwerke. Top-Freelancer lassen sich so oft innerhalb von 36 Stunden einsatzbereit machen – vorausgesetzt, die Verträge sind rechtssicher und vermeiden Scheinselbstständigkeit.

HR-Teams rüsten auf: Weiterbildung und KI

Die steigenden Anforderungen zwingen Personalabteilungen zum Umdenken. Anbieter wie Karriere Tutor bieten spezialisierte Kurse für HR-Mitarbeiter – von zwei bis 52 Wochen Dauer.

Gleichzeitig hält Künstliche Intelligenz Einzug in die Personalarbeit. Plattformen wie Qualtrics prognostizieren für 2026 einen Boom bei synthetischen Daten und unmoderierten Usability-Tests. Die Basis dafür: eine stabile, skalierbare IT-Infrastruktur, wie sie spezialisierte Dienstleister für ERP-Systeme und Managed Services bereitstellen.

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