Investitionsgipfel, Friedrich Merz

Investitionsgipfel: Merz wirbt in Berlin um privates Kapital

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 20:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bundeskanzler Friedrich Merz will mit einem Reformversprechen und staatlichen Milliardenprogrammen mehr privates Kapital nach Deutschland holen. Beim Auftakt in Berlin traf er unter anderem Nvidia-Chef Jensen Huang.

Gipfel setzt auf private Kapitalgeber

  • Friedrich Merz eröffnete den ersten Investitionsgipfel der Bundesregierung in einem stillgelegten Kraftwerk in Berlin.
  • Unter den Unternehmensvertretern war Nvidia-Chef Jensen Huang, der an einem Podiumsgespräch mit Merz teilnahm.
  • Am Dienstag wird das Treffen an einer privaten Wirtschaftshochschule fortgesetzt.
Der Kanzler begrüßte zum Auftakt Vertreter zahlreicher Unternehmen, darunter den Chef des US-Chipherstellers Nvidia, Jensen Huang. - Bild: Fabian Sommer/dpa

Merz eröffnet Investitionsgipfel in Berlin

Bundeskanzler Friedrich Merz wirbt beim ersten Investitionsgipfel der Bundesregierung um mehr private Investitionen in Deutschland. Zum Auftakt in einem stillgelegten Kraftwerk in Berlin sagte der CDU-Vorsitzende, Deutschland sei offen für Investitionen und Geschäfte und bereit, schneller zu wachsen.

Unternehmen im Mittelpunkt des Auftakts

Merz begrüßte Vertreter zahlreicher Unternehmen, darunter Nvidia-Chef Jensen Huang. Der Kanzler sagte, Deutschland stecke mitten in einem grundlegenden wirtschaftlichen und technologischen Wandel, der durch künstliche Intelligenz vorangetrieben werde.

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Merz bekräftigt Reformkurs

Mit Blick auf das schuldenfinanzierte Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz sprach Merz von der größten Modernisierungsoffensive der jüngeren deutschen Geschichte. Zudem verwies er auf massiv gestiegene Verteidigungsausgaben und den Ausbau des EU-Binnenmarkts.

Der Kanzler bekräftigte den Reformkurs der Bundesregierung. Dazu zählte er den Abbau bürokratischer Hürden, die Digitalisierung der Verwaltung und Reformen der Sozialsysteme.

Fortsetzung an Wirtschaftshochschule

Der Gipfel soll Investoren zur Beteiligung an der Modernisierung Deutschlands einladen. Ziel der Bundesregierung ist es, mehr private Geldgeber nach Deutschland zu holen.

Am Dienstag wird das Treffen an einer privaten Wirtschaftshochschule fortgesetzt. Dort soll der Austausch zwischen Politik und Wirtschaft weitergeführt werden.

Der Investitionsgipfel fällt in eine Phase, in der die Bundesregierung Wachstum, Modernisierung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärker miteinander verknüpft. Merz stellt dafür mehrere politische Vorhaben nebeneinander: das schuldenfinanzierte Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz, höhere Verteidigungsausgaben, den Abbau von Bürokratie sowie die Digitalisierung der Verwaltung.

Für potenzielle Investoren entscheidet sich die Attraktivität des Standorts jedoch nicht allein an staatlichen Ausgaben. Ebenso relevant sind verlässliche Genehmigungsverfahren, verfügbare Energie, digitale Netze, Fachkräfte und ein berechenbarer regulatorischer Rahmen. Die von Merz genannten Reformfelder zielen deshalb auf Bedingungen, die private Investitionen erleichtern sollen.

Technologie als zentraler Schwerpunkt

Die Teilnahme von Jensen Huang unterstreicht die Bedeutung künstlicher Intelligenz und technologischer Wertschöpfung. Deutschland verfügt über industrielle Stärken, muss Investitionen in digitale Infrastruktur und Forschung aber stärker in marktfähige Anwendungen übersetzen. Der Gipfel soll dafür politische Signale und konkrete Kontakte zwischen Regierung und Unternehmen bündeln.

Entscheidend ist die Umsetzung

Die Fortsetzung an einer privaten Wirtschaftshochschule verlagert den Schwerpunkt vom politischen Auftakt auf den Austausch mit der Wirtschaft. Für Bürgerinnen und Bürger können die angekündigten Maßnahmen langfristig Beschäftigung, Infrastruktur und öffentliche Leistungen beeinflussen. Kurzfristig bleibt entscheidend, ob aus der Investitionsoffensive konkrete Projekte, schnellere Verfahren und belastbare Reformbeschlüsse entstehen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

ZDFheute: „Investitionsgipfel in Berlin: Merz wirbt um Kapital“ (19.10.2026)

Der Beitrag ordnet den Gipfel als Werben um Kapital ein und hebt die erwartete Teilnahme von rund 200 Unternehmenschefs hervor. Im Mittelpunkt stehen damit vor allem die Größe des Treffens und die internationale Ansprache von Investoren.

Deutschlandfunk: „Investitionsgipfel: Hoffnungen auf Milliarden-Ausgaben in Deutschland“ (19.10.2026)

Der Deutschlandfunk-Bericht stelle die erwarteten staatlichen Milliarden-Ausgaben als Hintergrund des Treffens heraus. Während ZDFheute den Kreis der Teilnehmer betone, liege der Schwerpunkt hier auf den finanziellen Erwartungen und der Frage, wie daraus private Investitionen entstehen könnten.

Beide Beiträge bestätigten den Auftakt des Gipfels und die Beteiligung internationaler Unternehmensvertreter. Unterschiedliche Akzente lägen bei der Größe des Treffens und bei der Verbindung zwischen staatlicher Modernisierung und privatem Kapital.

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