Intensive Belastung: 5 Minuten täglich reduzieren Krebsrisiko um 22%
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 10:03 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Eine Studie der Universität Glasgow zeigt: Jede zusätzliche Stunde ununterbrochenen Sitzens steigert das Krebssterberisiko um zehn Prozent. Die im Fachjournal PLOS Medicine veröffentlichte Untersuchung wertete Daten von über 91.000 Teilnehmern der UK-Biobank aus.
Die gute Nachricht: Schon kleine Bewegungen zwischendurch wirken. Eine Stunde leichte Bewegung täglich senkt das Sterberisiko um zwölf Prozent. 30 Minuten zügiges Gehen bringen immerhin acht Prozent. Besonders effektiv: Kurze, intensive Belastungen von nur fünf Minuten pro Tag reduzieren das Risiko um 22 Prozent.
Harvard empfiehlt 90 Minuten Krafttraining pro Woche
Parallel dazu liefert eine Harvard-Studie im British Journal of Sports Medicine konkrete Trainingsempfehlungen. Bereits 90 Minuten Krafttraining pro Woche senken das Risiko eines vorzeitigen Todes deutlich. Die Forscher raten zu drei Einheiten à 30 Minuten.
Drei Übungen eignen sich besonders für den Alltag: der Einbeinstand, die Glute Bridge (Beckenheben) und die Plank (Unterarmstütz). Sie fördern die Stabilität und beugen Verspannungen vor, wie HYROX-Weltmeisterin Linda Meier bestätigt.
Mythos schwere Gewichte
Langes Sitzen erhöht das Krebsrisiko – doch schon 5 Minuten intensive Bewegung täglich senken es um 22%. In diesem Guide finden Sie die 3 effektivsten Übungen für den Büroalltag, mit denen Sie sofort starten können. Jetzt kostenlosen Bewegungs-Guide anfordern
Muss es immer das schwere Eisen sein? Eine Studie des American College of Sports Medicine aus dem April 2026 sagt: Nein. Entscheidend ist die Intensität der Ausführung, nicht das Gewicht. Auch mit leichten Hanteln lassen sich signifikante Erfolge erzielen – solange die Belastung hoch genug ist. Schwere Gewichte bleiben aber der Standard für Maximalkraft.
Dass Präventionskurse nachhaltig wirken, zeigt eine Evaluation des BQS Instituts im Auftrag des GKV-Spitzenverbands. Von 172 untersuchten Kursen gaben 20,1 Prozent der Teilnehmer an, dass sich ihre Beschwerden am Bewegungsapparat dauerhaft verbesserten. Bei 13,9 Prozent besserte sich der allgemeine Gesundheitszustand.
Extremleistung als Motivation
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Was mit Disziplin möglich ist, demonstrierte Simon Gronau aus Köln. Zwischen Ende März und Anfang Juli 2026 absolvierte er 100 HYROX-Wettkämpfe in 100 Tagen – ein neuer Weltrekord. Und das trotz eines Haarrisses im Mittelfuß, den er sich am 38. Tag zuzog.
Auch Linda Meier unterstreicht die Bedeutung von Krafttraining für Ausdauerleistungen. Bei der Weltmeisterschaft 2026 in Stockholm belegte sie Platz 14. Ihr Tipp: Krafttraining steigert den Muskelanteil, erhöht den Energieverbrauch und hilft beim Fettabbau. Experten betonen zudem: Effektiver Muskelaufbau ist bis ins hohe Alter möglich und beugt Stürzen vor.
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