Influencer-Steuern: Behörden treiben 550.000 Euro von Creators ein
14.06.2026 - 23:40:23 | boerse-global.de
Das Ergebnis: Nachzahlungen in Millionenhöhe.
Die Ermittler werteten rund 60.000 Datensätze von Online-Plattformen aus. Dabei entdeckten sie Umsätze von insgesamt 1,4 Milliarden Euro, die über soziale Medien generiert wurden. Bis Mitte Juni 2026 forderte die Einheit 550.000 Euro an Steuern von Influencern nach.
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KI jagt Steuersünder
Die Behörden setzten für die Auswertung der komplexen Datenmengen KI-gestützte Verfahren ein. Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) betonte, es gehe um Steuergerechtigkeit. Er appellierte an alle digitalen Geschäftsmacher, ihren Steuerpflichten korrekt nachzukommen.
Doch die Fahnder haben noch mehr im Visier.
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Krypto-Investoren im Fadenkreuz
Eine spezielle Krypto-Einheit trieb bei Investoren in digitale Währungen Nachzahlungen von 7,5 Millionen Euro ein. Die Erfolge zeigen: Die Finanzbehörden werden immer besser darin, Transaktionen im digitalen Raum zu verfolgen.
Ab 2027 will die Finanzverwaltung die Prüfprozesse weiter automatisieren. Geplant ist ein direkter Datenabgleich zwischen Plattformmeldungen und Steuererklärungen. Das soll die Kontrolle im E-Commerce deutlich effizienter machen.
Verfassungsschutz beobachtet Influencer
Die staatliche Aufmerksamkeit für die Influencer-Szene beschränkt sich nicht auf Steuerfragen. Die Bundesregierung bestätigte auf eine Anfrage der Grünen, dass auch das Bundesamt für Verfassungsschutz bestimmte Influencer im Blick hat.
Konkret geht es um christliche Influencer. Ihnen wird vorgeworfen, unter dem Deckmantel religiöser Motive extremistische Ideologien zu verbreiten und Kontakte zur AfD zu pflegen. Die Behörden sehen darin Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung. Die Grünen warnten vor einer gezielten Instrumentalisierung religiöser Symbolik durch rechtsextreme Netzwerke.
