Industriemeister-Ausbildung, IHK

Industriemeister-Ausbildung: IHK startet Lehrgänge Chemie und Pharmazie

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 04:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

In Halle-Dessau beginnen mehrere berufsbegleitende Meisterqualifikationen mit bis zu 900 Stunden; Aufstiegs-BAföG kann die Finanzierung unterstützen.

IHK BIZ startet neue Meisterkurse für Industrie und Versorgung
Moderne Industrieanlage mit Edelstahlrohren und Produktionsanlagen in einer Chemie- oder Pharmafabrik. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die berufliche Weiterbildung in den industriellen Kernsektoren der Region erfährt eine personelle Stärkung. Am 28. August 2026 beginnt am Bildungszentrum der Industrie- und Handelskammer (IHK BIZ) Halle-Dessau ein neuer Zyklus für angehende Führungskräfte in der Chemie- und Pharmabranche.

Der berufsbegleitende Lehrgang zum „Geprüften Industriemeister Chemie (IHK)“ ist auf eine Dauer von über zwei Jahren angelegt und soll die Teilnehmer auf die Übernahme von Führungsaufgaben in der Produktion vorbereiten.

Parallel dazu startet am selben Standort die Qualifizierung zum „Geprüften Industriemeister Pharmazie (IHK)“. Beide Lehrgänge sind eng verzahnt und decken ein breites Spektrum an fachspezifischen und betriebswirtschaftlichen Inhalten ab, um der steigenden Nachfrage nach qualifizierten Meistern in der chemischen und pharmazeutischen Industrie im südlichen Sachsen-Anhalt zu begegnen.

Struktur und Investitionsrahmen der Meisterausbildung

Die Fortbildungen für die Fachbereiche Chemie und Pharmazie umfassen jeweils insgesamt 900 Unterrichtsstunden. Das Ende der Qualifizierungsmaßnahmen ist für den 30. November 2028 terminiert.

Um eine Vereinbarkeit mit der Berufstätigkeit zu gewährleisten, findet der Unterricht zu festen Zeiten am Wochenende statt: Freitags werden die Inhalte von 15:30 Uhr bis 20:30 Uhr vermittelt, während samstags ein Unterrichtsblock von 08:00 Uhr bis 15:00 Uhr vorgesehen ist.

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Die Kosten für die Teilnahme an diesen umfassenden Meisterlehrgängen belaufen sich auf jeweils 11.990 Euro. Zur Finanzierung dieser Aufwendungen können die Teilnehmer das sogenannte Aufstiegs-BAföG in Anspruch nehmen. Diese staatliche Förderleistung unterstützt Fachkräfte bei der Finanzierung von Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie bei der Deckung der Lebenshaltungskosten während der Fortbildung.

Basisqualifikationen für Versorgungs- und Entsorgungsberufe

Zusätzlich zu den spezialisierten Meisterkursen in der Industrie erweitert das IHK BIZ Halle-Dessau sein Angebot am 28. August 2026 um grundlegende Qualifizierungsmodule in der Ver- und Entsorgungswirtschaft. Hierbei handelt es sich um die berufsbegleitenden Basisqualifikationen für „Geprüfte Wasser-/Abwassermeister/-innen“ sowie für „Geprüfte Netzmeister/-innen“ in den Sparten Fernwärme, Gas, Strom und Wasser.

Diese Maßnahmen sind zeitlich kompakter gestaltet und umfassen jeweils 400 Unterrichtsstunden. Die Lehrgänge enden planmäßig am 30. April 2027. Auch hier orientieren sich die Unterrichtszeiten am Wochenende mit Einheiten am Freitagnachmittag und Samstagvormittag an den Bedürfnissen berufstätiger Teilnehmer.

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Die Kosten für diese Basisqualifikationen betragen 4.845 Euro pro Teilnehmer. Wie bei den Industriemeisterkursen ist auch hier eine Förderung durch das Aufstiegs-BAföG grundsätzlich möglich.

Regionale Ergänzung im Bereich Metall- und Elektrotechnik

Neben den Schwerpunkten in Halle-Dessau wird das Angebot an Meisterqualifikationen im Herbst 2026 durch einen weiteren Standort ergänzt. Am 3. November 2026 beginnt am BBZ Mitte in Petersberg ein Lehrgang für den „Industriemeister IHK in Metall- und Elektrotechnik“. Diese Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus den Schlüsselbereichen der metallverarbeitenden Industrie und der Elektrotechnik.

Im Gegensatz zu den Modellen in Halle-Dessau setzt der Lehrgang in Petersberg auf ein hybrides Unterrichtskonzept. Die Veranstaltungen finden jeweils dienstagabends von 18:00 Uhr bis 21:15 Uhr sowie samstags von 08:00 Uhr bis 12:45 Uhr statt.

Die Gesamtdauer dieser Maßnahme ist bis zum 22. Mai 2029 veranschlagt. Auch für diesen Ausbildungsweg wird auf die Möglichkeit der staatlichen Förderung durch das Aufstiegs-BAföG verwiesen, um die finanzielle Hürde für qualifizierungswillige Fachkräfte zu senken.

Diese konzertierten Ausbildungsoffensiven der Bildungsträger verdeutlichen den kontinuierlichen Bedarf an industrieller Führungsexpertise, um die technologischen und regulatorischen Anforderungen in den Sektoren Chemie, Pharmazie und Versorgungstechnik nachhaltig zu erfüllen.

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