Industrie-Sicherheit: Echtzeit-Ortung im Submeter-Bereich nun zertifiziert
16.06.2026 - 18:32:17 | boerse-global.de
Echtzeit-Ortung, intelligente Brandmelder und softwaregestützte Logistikprozesse treiben den Wandel voran.
Diese 7 Irrtümer zur Gefährdungsbeurteilung können Arbeitgeber teuer zu stehen kommen. Viele Unternehmen machen unbewusst Fehler bei der GBU – ein kostenloser Report zeigt, wie Sie auf der sicheren Seite bleiben. Rechtssichere Gefährdungsbeurteilung jetzt kostenlos herunterladen
Ortung auf den Zentimeter genau
Für Chemie-, Öl- und Pharmafirmen ist die präzise Lokalisierung von Mitarbeitern in Gefahrenzonen überlebenswichtig. Der Anbieter Litum hat Mitte Juni eine neue Produktfamilie vorgestellt – zertifiziert für explosionsgefährdete Bereiche der Zonen 1 und 2.
Das System kombiniert Ultra-Wideband (UWB) und Bluetooth Low Energy (BLE). Die Ortungsgenauigkeit liegt im Submeter-Bereich. Ein Gateway und spezielle Tags ermöglichen Echtzeit-Ortung (RTLS). Zielbranchen wie Petrochemie oder Bergbau sollen so Prozesse in gefährlichen Umgebungen besser überwachen können. Die Hardware ist ab sofort verfügbar.
Digitale Packanweisungen fürs Lager
Auch die Lagerverwaltung wird digitaler. Die leogistics GmbH hat Mitte Juni ihr Portfolio für SAP Extended Warehouse Management (EWM) erweitert. Der „NextGen Packdialog“ setzt auf visuelle Packanweisungen und eine integrierte Fotodokumentation.
Das Ziel: manuelle Fehler reduzieren und Dokumentationspflichten vereinfachen – besonders bei kritischen Gütern. Technisch basiert die Erweiterung auf SAPUI5 und dem SAP Cloud Application Programming Model. Der Clean-Core-Ansatz bleibt erhalten, während die Prozessebene intuitiver wird.
Schnellere Inbetriebnahme durch Ethernet-APL
BASF setzt bei Greenfield-Projekten verstärkt auf Ethernet-APL (Advanced Physical Layer). Die Technologie verbessert die Diagnosefähigkeit und verkürzt Prüfzeiten bei Inbetriebnahmen (Loop-Checks). Am Standort Zhanjiang in China wurden bereits im Sommer 2025 mehrere tausend Field-Switches verbaut.
Parallel dazu gibt es Neuigkeiten im Brandschutz. Auf der Messe INTERSCHUTZ präsentierte die FIREIQ Technologies GmbH Mitte Juni ein intelligentes Feuerlöschsystem. Es überwacht kontinuierlich den Status von Feuerlöschern und prüft ihn digital. Die Markteinführung ist für Anfang 2027 geplant, die Betriebsdauer ist auf zehn Jahre ausgelegt.
Was viele Sicherheitsfachkräfte bei der Gefährdungsbeurteilung im Brandschutz übersehen, kann im Ernstfall entscheidend sein. Ein kostenloser Praxis-Report zeigt, worauf es wirklich ankommt – und liefert direkt die passenden Vorlagen dazu. Kostenlose Excel-Vorlage zur Gefährdungsbeurteilung Brandschutz sichern
Urteil zwingt zu strengeren Sicherheitsstandards
Die Bedeutung lückenloser Dokumentation zeigt ein aktuelles Urteil. Das Landgericht Ravensburg stellte im Mai 2026 fest: Bestimmte Batteriespeichersysteme verstoßen gegen das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Die Richter identifizierten spezifische Zellen als Brandursache und erklärten die Modelle für nicht verkehrsfähig.
Das Urteil verdeutlicht die Haftungsrisiken für Hersteller und Betreiber. Wer auf verifizierte und digital dokumentierbare Sicherheitssysteme setzt, erfüllt die Compliance-Anforderungen – und schützt sich vor juristischen Konsequenzen.
