Indien: Das Stiefkind der deutschen Anleger
Veröffentlicht am: 15.02.2008 um 11:26 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS Warum nutzen nur sehr wenige deutsche Anleger die Chancen am indischen Aktienmarkt? Eine Frage, die sich die EMFIS-Redaktion in den Jahren 2001 bis 2003 beim Thema CHINA gestellt hat. Zu dieser Zeit haben sich nur ganz wenig westliche Investoren auf diesen Trend-Markt konzentriert.
Indien steht trotz eines Wachstums von über 8% pro Jahr bei den deutschen Anlegern auf dem Abstellgleis. Vielleicht gibt es zu wenig Informationen in Deutschland; vielleicht liegt es an den Restriktionen, die Aktieninvestments nur über ADRs ermöglichen. Oder liegt es ganz einfach an mangelndem Verständnis für den indischen Wirtschaftsraum? Wir wissen es nicht, liebe Leser. Aber wenn Sie diesen Bericht lesen, dann haben Sie doch ein bestimmtes Interesse an diesem 1 Milliarde-Menschen-Markt.
Indien war bislang vor allem als Outsourcing Land für Call-Center, Software und Generika bekannt. Doch das Land bietet deutlich mehr. Es ist einerseits ein riesiger Konsummarkt, und steht andererseits auch als Produktionsstandort und Kapitalmarkt auf gesunden Beinen. Das hat die indische Börse bereits zu einem der weltweiten Spitzenreiter gemacht. Leider auch was die Bewertungen dieser Unternehmen betrifft. Dennoch wachsen indische Aktiengesellschaften um ein Vielfaches schneller und somit sind KGVs nahe der 20 durchaus gerechtfertigt. Aber es gibt noch weitere Alternativen: Insbesondere die indische Währung kann ein hervorragendes Vehikel, um auf den Run zu setzen.
Indien baut Währungsreserven auf (ca. 230 Milliarden USD), hat ein starkes Wachstum (ca. 8%), erhält hohe ausländische Direktinvestitionen und exportiert viele Produkte. All diese Faktoren sprechen für einen weiteren Anstieg der indischen Rupie. Bislang sind asiatische Zentralbanken aufgrund ihrer Exportpolitik meist bestrebt, in den Wechselkurs zu intervenieren. Auch andere politische Entscheidungen – wie beispielsweise Restriktionen am Kapitalmarkt – halten die Währung gegenüber dem US Dollar niedrig. Aber der internationale Druck wächst. Momentan steht insbesondere China auf der Liste westlicher Angstpolitiker, die den chinesischen Yuan aufgewertet haben wollen. Eine ähnliche Diskussion könnte auch in Indien aufgebaut werden. Dies könnte die „frei“ gehandelte Rupie in einen kurzen Satz schnell nach oben schießen lassen. Momentan ist das Thema Indien und die Währung nicht heiß im Gespräch. Aber genau das, liebe Leser, ist ein ausgezeichneter Zeitpunkt eine Story aufzugreifen. Wie wir (EMFIS.com) aber seit Jahren predigen, sollte man außerhalb der heißen Diskussionen kaufen und dann bei heftiger Diskussion mit hohem Profit wieder aussteigen.
Wir sehen bei der indischen Rupie ein Aufwertungspotenzial, das sich für Anleger vor allem bei heftigen Bewegungen am Aktienmarkt lohnen kann. Denn der Trend zu asiatischen Währungen hält an. Und dabei könnte Indien eine ganz große Rolle spielen.
Ein interessantes Produkt hat die ABN-Amro Bank aufgelegt, mit dem Anleger auf einen Anstieg der indischen Rupie gegenüber dem Dollar setzen können (WKN: AA0RTV). Der prozentuale Zuwachs wird dabei um 400 Prozent gehebelt.
Gleichzeitig bietet das Indische-Rupie-Zertifikat (Indian Rupee Partially Capital Protected Note) eine Kapitalgarantie von 90 Prozent auf den Erstausgabepreis von 100 Euro und ist damit auch für sicherheitsorientierte Anleger geeignet.
Die Laufzeit endet am 14. Dezember 2012. Die Wertpapier-Kennnummer lautet AA0RTV.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
