Jahreswechsel, Deutschland

Deutscher E-Auto-Markt: Skoda verdoppelt - Tesla halbiert

09.01.2026 - 04:00:18

In ihrem Heimatmarkt dominierten die deutschen Konzerne 2025. Vor allem Volkswagen legt zu. Die Konkurrenz stürzt teilweise ab.

Der deutsche Elektroauto-Markt war 2025 fest in der Hand der heimischen Konzerne. Bei den Neuzulassungen reiner Stromer gehen die Plätze eins bis sechs an Volkswagen und seine Töchter, BMW und Mercedes, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. Tesla - vor einem Jahr noch Nummer drei hat dagegen fast die Hälfte seines Absatzes verloren und stürzt auf Rang neun ab.

Klare Nummer eins ist Volkswagen. Auf die Kernmarke der Wolfsburger entfallen 102.339 Stromer-Neuzulassungen. Das sind 65 Prozent mehr als vor einem Jahr. Platz zwei geht an BMW mit 51.878. Die Münchner legen allerdings nur um 23 Prozent zu und werden daher beinahe von der VW-Tochter Skoda überholt, die ihre Elektro-Neuzulassungen auf 50.823 verdoppelt.

Auch der vierte Platz geht mit Audi an den VW-Konzern. Die Ingolstädter legen um 86 Prozent auf 40.530 Stromer zu. Rang fünf belegt Mercedes, die Schwaben erreichen nur ein Mini-Wachstum von 2 Prozent auf 34.719. Dicht dahinter die VW-Tochter Seat beziehungsweise Cupra mit 32.920 Fahrzeugen und 80 Prozent Plus.

Verlierer des Jahres Tesla

Erst auf Rang sieben findet sich mit Hyundai eine Marke, die nicht zu einem der deutschen Konzerne gehört. Die Koreaner kommen auf 25.246 Autos, das ist ein Zuwachs von 49 Prozent. Ford, das seine Zahlen auf 20.723 fast vervierfacht hat, springt auf Rang acht vor Tesla. Der US-E-Autobauer ist um 48 Prozent auf 19.390 Autos abgestürzt ist. 

Weitere Verlierer des vergangenen Jahres sind die inzwischen zu chinesischen Konzernen gehörenden Marken MG Roewe und Volvo, die jeweils rund ein Drittel verlieren und aus den Top-10 fallen. Die weltweit starke chinesische Marke BYD kann ihre Zulassungszahlen in Deutschland zwar vervierfachen - allerdings auf niedrigem Niveau. 11.167 Stromer reichen für Rang 15. 

Auch bei den meistverkauften Modellen dominiert der VW-Konzern. Den Spitzenplatz der Elektro-Neuzulassungen nimmt der ID.7 mit 34.563 ein, gefolgt von ID.3 sowie ID.4 und ID.5, die das KBA gemeinsam zählt. Die Plätze vier und fünf gehen an Skodas Elroq und Enyaq vor BMWs X1. Teslas Model Y, einst die Nummer eins, liegt nur noch auf Rang zwölf.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

D-Mark-Schatz: Menschen machen alte Scheine zu Geld Handgeschriebene Botschaften auf alten D-Mark-Scheinen: Was die Bundesbank im vergangenen Jahr zum Umtausch erhielt – und warum ein Teil der alten Währung wohl nie zurückgegeben wird. (Wirtschaft, 08.01.2026 - 05:00) weiterlesen...

Boom um KI: Start-up-Gründungen steigen 2025 auf Rekordwert. Das treibt die Zahl der Start-up-Gründungen in bislang ungekannte Höhen. Besonders stark nach oben geht es abseits von Berlin. Die Euphorie um Künstliche Intelligenz ermöglicht neue Geschäftsmodelle. (Wissenschaft, 08.01.2026 - 04:30) weiterlesen...

Nvidia überholt Apple als teuerster Konzern - SAP fällt ab. Aus Deutschland schaffen es nur wenige Firmen in die Top 100. Auch die Krise einer Schlüsselindustrie wirkt sich aus. Tech-Konzerne aus den USA dominieren die wertvollsten Börsenunternehmen der Welt. (Wirtschaft, 07.01.2026 - 05:00) weiterlesen...

Brorhilker fordert Bundesprüfer gegen Milliardensteuerbetrug. Nun fordert die frühere Ermittlerin Brorhilker den Einsatz von Bundesprüfern in den Ländern. Der Steuerskandal ist weit größer als bei Cum-Ex-Aktiendeals, aber Cum-Cum-Geschäfte sind kaum aufgeklärt. (Wirtschaft, 06.01.2026 - 05:00) weiterlesen...

Lies zeigt Verständnis für unzufriedene VW-Mitarbeiter Zweifel bei den Beschäftigten, Sorgen um Standorte und ein Konzernchef mit neuem Fokus: Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Olaf Lies äußert sich zur Situation bei Volkswagen. (Wirtschaft, 06.01.2026 - 04:45) weiterlesen...

Weniger Konflikte zwischen Verbrauchern und Reiseunternehmen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Lage aber etwas beruhigt. Annullierte Flüge, verspätete Züge: Auch im vergangenen Jahr gab es zahlreiche Streitfälle zwischen Verbrauchern und Reiseunternehmen. (Wirtschaft, 06.01.2026 - 04:00) weiterlesen...