Arbeitsmarkt

Immer mehr Arbeitnehmer erscheinen am ersten Arbeitstag nicht

01.12.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

In Deutschland kommt es immer häufiger vor, dass neue Mitarbeiter einen Arbeitsvertrag unterschreiben und dann nie auftauchen.

Büros (Archiv) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Büros (Archiv) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die "Rheinische Post" in ihrer Montagsausgabe berichtet. Im Sommer 2024 berichteten demnach fast 15 Prozent der Unternehmen in Deutschland von solchen Ghosting-Fällen. Auch nach Arbeitsbeginn bleibt die Lage angespannt: 24 Prozent der Betriebe berichten von Kündigungen in der Probezeit, 37 Prozent erhielten Absagen, weil sich Bewerber für ein anderes Angebot entschieden haben.

In der Studie wurden im Sommer 2024 insgesamt 851 Personalverantwortliche aus deutschen Unternehmen befragt. "Ghosting ist kein neues Phänomen, aber seine Folgen sind im Fachkräftemangel besonders spürbar", sagte Studienautorin Sibylle Stippler der Zeitung. Wer Bewerber transparent informiere, persönlich in Kontakt bleibe und Feedback ernst nehme, könne Ghosting deutlich reduzieren. "Der Schlüssel liegt in Verbindlichkeit und Vertrauen: Ein positives Bewerbererlebnis ist heute mehr wert als jedes Hochglanz-Image."

de | wirtschaft | 68401949 |

Weitere Meldungen

Hans-Böckler-Stiftung warnt vor Sozialdumping durch EU Inc. Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung kritisiert die von der EU-Kommission geplante EU Inc. (Politik, 12.06.2026 - 11:31) weiterlesen...

Erste Unternehmen sehen KI als Alternative zu Qualifikation Knapp 20 Prozent der Unternehmen, die bereits Künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, halten es für leicht oder sehr leicht, Arbeitskräfte mit Fach- oder Hochschulabschluss durch weniger qualifizierte Mitarbeiter zu ersetzen, die von KI unterstützt werden. (Wirtschaft, 12.06.2026 - 07:44) weiterlesen...

BDA kritisiert Reform von EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat die geplante Vereinfachung der EU-Richtlinie zur sogenannten Nachhaltigkeitsberichterstattung als unzureichend kritisiert.Brüssel habe zwar "wichtige Vereinfachungen auf den Weg gebracht", sagte BDA-Präsident Rainer Dulger der "Welt" (Freitagausgabe). (Wirtschaft, 12.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Mittelstandsverband kritisiert fehlende Ergebnisse des Wirtschaftsgipfels Der Chef des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Christoph Ahlhaus, hat die Ergebnisse des Treffens der Koalitionsspitzen mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften als unzureichend kritisiert."Außer dass man festgestellt hat, dass eben Reformbedarf ist und dass man insgesamt aber gute Laune hat, gibt es keine Nachrichten", sagte Ahlhaus RTL/ntv. (Wirtschaft, 11.06.2026 - 13:59) weiterlesen...

Bahn-Chefin fordert Kulturwandel und mehr Leistung Bahn-Chefin Evelyn Palla will die Leistungskultur im Konzern grundlegend verändern. (Wirtschaft, 09.06.2026 - 07:23) weiterlesen...

Studie: Burnout-Risiko in Start-ups steigt Die hohe Arbeitsbelastung wird zunehmend zum gesundheitlichen Risiko für Mitarbeiter in Start-ups. (Wirtschaft, 09.06.2026 - 06:39) weiterlesen...