Immobilienverwaltung: Aareon nutzt über 50 KI-Agenten für Abrechnungen
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 02:56 Uhr | Redaktion boerse-global.deAuf der Fachmesse Expo Real 2026 haben führende Branchenvertreter über den voranschreitenden Wandel der Immobilienverwaltung durch digitale Technologien debattiert.
Im Mittelpunkt des Austauschs zwischen dem GdW, dem Softwareanbieter Aareon und dem Immobiliendienstleister Techem stand die zunehmende Automatisierung von Betriebskostenabrechnungen, dem Rechnungswesen und dem Kundenservice durch Künstliche Intelligenz, wie aus einem Branchenbericht von haufe.de vom 26. Oktober 2026 hervorgeht.
Automatisierte Betriebsabläufe in der Praxis
Der praktische Einsatz intelligenter Assistenzsysteme ist in der Wohnungswirtschaft bereits in vollem Gange. So setzt das Softwareunternehmen Aareon für die automatisierte Betriebskostenabrechnung inzwischen über 50 eigenständige KI-Agenten ein.
Trotz des hohen Grades an selbstständiger Datenverarbeitung bleibt die menschliche Aufsicht ein wesentlicher Bestandteil des Prozesses: Sämtliche Ergebnisse und Abrechnungsentwürfe werden weiterhin von Personen geprüft und freigegeben.
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Auch beim Mess- und Energiedienstleister Techem spielen automatisierte Erkennungssysteme eine zentrale Rolle im Tagesgeschäft. Das Unternehmen nutzt Künstliche Intelligenz, um Formulare von Energieversorgern automatisiert zu erfassen und zu extrahieren. Dabei erzielen die eingesetzten Systeme eine Trefferquote von 98–99 %. Die Datenbasis für diese Prozesse speist sich aus rund 1,1 Mio. Wohnungen, wenngleich der Gesamtbestand des Unternehmens noch darüber hinausgeht.
Steigende Cyberrisiken und Debatte um Datenschutz
Der wachsende Rückgriff auf vernetzte und softwaregestützte Systeme bringt jedoch auch neue operative Herausforderungen mit sich. Insbesondere die Cybersicherheit rückt verstärkt in den Fokus der Anbieter.
Aareon meldete in diesem Kontext, dass die registrierten Hackerangriffe auf das hauseigene Rechenzentrum seit dem Beginn des Jahres um den Faktor 6 gestiegen sind, was die Verwundbarkeit zentraler digitaler Knotenpunkte in der Branche unterstreicht.
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Gleichzeitig mahnen Branchenverbände an, dass regulatorische Vorgaben der technologischen Entwicklung oft hinterherhinken oder deren Potenzial einschränken.
Vor diesem Hintergrund fordert der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen eine pragmatischere Auslegung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Dies gelte insbesondere für die Verarbeitung und Nutzung von anonymisierten Verbrauchsdaten, um moderne Algorithmen effizient und rechtssicher im Sinne der Energie- und Kostenoptimierung einsetzen zu können.
