Hundesteuer und Futterpreise bleiben hoch: Kommunen nehmen 429,7 Millionen Euro ein
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 09:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWSHundesteuer und Futterpreise bleiben für Tierhalter in Deutschland hoch: Die Kommunen nahmen im vergangenen Jahr 429,7 Millionen Euro Hundesteuer ein, während Hunde- und Katzenfutter 0,4 Prozent teurer wurde.
Fast so hohe Hundesteuereinnahmen wie 2024
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war die Summe der Hundesteuer die zweithöchste seit Beginn der Statistik. Nur 2024 hatten die Kommunen mit rund 429,9 Millionen Euro noch etwa 200.000 Euro mehr eingenommen.
Ob der leichte Rückgang mit einer geringeren Zahl gehaltener Hunde zusammenhängt, konnte das Statistikamt nicht sagen. Die Steuersätze unterscheiden sich von Kommune zu Kommune und berücksichtigen teils die Zahl der Hunde oder deren Rasse.
Deutlicher Anstieg seit 2015
2015 hatten die Kommunen 322,0 Millionen Euro Hundesteuer eingenommen. Die Einnahmen liegen damit deutlich über dem damaligen Niveau, obwohl die Entwicklung von regionalen Steuersätzen und der Zahl steuerpflichtiger Tiere abhängt.
Futterpreise steigen langsamer
Bei Hunde- und Katzenfutter gab es zuletzt eine kleine Entlastung. Die Preise stiegen im vergangenen Jahr lediglich um 0,4 Prozent, während die allgemeinen Verbraucherpreise um 2,2 Prozent anzogen.
Über längere Zeit betrachtet bleibt Tierfutter jedoch deutlich teurer: Im vergangenen Jahr kostete es 35,8 Prozent mehr als 2020. Die Verbraucherpreise insgesamt erhöhten sich in diesem Zeitraum um 21,9 Prozent.
Kommunale Einnahmequelle
Die Hundesteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer. Über ihre Höhe entscheiden die Kommunen innerhalb des rechtlichen Rahmens selbst. Deshalb unterscheiden sich die Belastungen für Halter je nach Wohnort teils deutlich; auch Mehrhundehaltung und bestimmte Rassen können bei der Berechnung eine Rolle spielen.
Der Vergleich mit 2015 zeigt, dass die kommunalen Einnahmen aus der Hundesteuer langfristig deutlich gestiegen sind. Der Rückgang gegenüber 2024 fällt dagegen gering aus und erlaubt für sich genommen keine Aussage darüber, ob weniger Hunde gehalten werden. Dafür wirken Steuersätze, Befreiungen und die Zahl der steuerpflichtigen Tiere zusammen.
Tierhaltung bleibt teurer
Bei Hunde- und Katzenfutter hat sich der Preisanstieg zuletzt nahezu beruhigt. Der langfristige Abstand zum allgemeinen Verbraucherpreisniveau bleibt jedoch groß: Seit 2020 verteuerte sich Tierfutter deutlich stärker als die Verbraucherpreise insgesamt. Für Haushalte bedeutet das, dass die laufenden Kosten neben der Steuer auch durch Futter, Tierarztbehandlungen, Versicherungen und Zubehör geprägt werden.
Für Leserinnen und Leser ist vor allem der regionale Unterschied bei der Hundesteuer relevant. Wer einen Hund anschafft oder umzieht, sollte deshalb die kommunale Satzung prüfen und die wiederkehrenden Kosten nicht allein anhand des Anschaffungspreises kalkulieren.
